Aline vom #Mutcamp Team

Fitness-Ziele: Eine Reise von 1.000 Meilen

Nach 180 Tagen #Mutcamp: Alines Bilanz

180 Tage. Das klang Anfang des Jahres noch sehr lang. Nach sehr viel Zeit, um meine Fitness-Ziele umzusetzen, mich um mich und meinen Körper zu kümmern. Und nun ist es vorbei. Am Ende ging das halbe Jahr schneller rum, als ich dachte. Zeit, Bilanz zu ziehen.

Nackte Fakten

Woran erkennt man am besten, was so ein striktes Fitness- und Ernährungsregime bewirkt hat? An Vorher-Nachher-Bildern zum Beispiel:

#Mutcamp-Bilanz von Aline
#Mutcamp-Bilanz von Aline
#Mutcamp-Bilanz von Aline

Ich finde sie persönlich nicht wirklich aussagekräftig. Denn sie spiegeln kaum wieder, wie sehr sich mein Körpergefühl verändert, meine Haltung verbessert oder meine Kraft beeinflusst hat. Auch die Aufschlüsselung der Körperfett-Analysen unterstreicht das nicht, zumal die Analyse-Waage für den Hausgebrauch nur grobe Richtwerte darstellt:

Datum Gewicht (kg) KFA (%) Muskel (%) Fett (kg) Muskel (kg)
18.5. 62,2 32 29,2 19,90 18,16
23.5. 61 29,4 30,7 17,93 18,73
30.5. 60,7 29,2 30,7 17,72 18,63
6.6. 61,3 29,3 30,8 17,96 18,88
27.7. 61 28,4 31,2 17,32 19,03
18.8. 59,8 30,1 29,9 18,00 17,88
30.8. 60,6 28,3 31,3 17,15 18,97
25.9. 59,6 29,1 30,5 17,34 18,18
6.10. 59,7 29 30,6 17,31 18,27
13.10. 59,4 28,3 31 16,81 18,41
4.11. 60,7 27,4 31,8 16,63 19,30

#Mutcamp-Bilanz von Aline
#Mutcamp-Bilanz von Aline

Bei den Umfängen sieht es schon anders aus:

  • Hüfte: 94 cm -> 95 cm
  • Bauch: 85 cm-> 82 cm
  • Taille: 78 cm -> 76 cm
  • Oberschenkel rechts: 54 cm -> 55,4 cm
  • Oberschenkel links: 54 cm -> 54,5 cm
  • Oberarm rechts: 26 cm -> 24,5 cm
  • Oberarm links: 25,5 cm -> 24,5 cm

Zusammenfassend kann man also feststellen: Ich habe Fett verloren bzw. in Muskeln umgewandelt. Am Booty 1 cm mehr ist nicht schlecht, hätte mehr sein können. An meiner ewigen Problem-Zone Bauch allerdings 3 cm. Schon 2 cm weniger machen mich wirklich happy. Dazu kommt, dass sich Stabilität und Kraft enorm verbessert haben. Beispiele gefällig?

  • Squats: 20 kg vs. 60 kg
  • Deadlifts: 20 kg vs. 60 kg
  • Bankdrücken: 4 kg (je Seite) vs. 22 kg (gesamt)
  • Rudern: 4 kg (je Seite) vs. 20 kg (gesamt)

Learnings

Viel wichtiger als harte Fakten sind für mich die Learnings der vergangenen 180 Tage. Was hat sich also verändert?

#Mutcamp-Bilanz von Aline
  1. Ernährung – Bloß keine Crash-Diäten mehr!

Natürlich war ich ohne konkreten Ernährungsplan relativ frei in meinem Speiseplan. Aber ich musste schnell feststellen, dass Vegetarismus und Low Carb nicht immer einfach zu kombinieren sind. Aber man wird kreativ mit der Zeit und so habe ich eine Ernährung gefunden, die auch langfristig für mich akzeptabel ist. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. So werde ich es auch mit dem Alkohol halten. Gegen ein Gläschen in Ehren ist nichts einzuwenden. Aber eben eine Ausnahme.

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  1. Training – Veränderter Fokus!

Dank Coach @ilka.ashworth habe ich nun eine Trainings-Routine gefunden, die mir wirklich Spaß macht. Sport ist für mich kein unbeliebter Punkt auf der Tagesordnung, sondern „Me-Time“. Zeit für mich. Und mein Fokus hat sich verändert.

Früher habe ich bevorzugt Beine trainiert, weil sie sich schon immer recht gut trainieren ließen. Arme und Oberkörper waren eher meine Hass-Disziplin, da ich immer Angst hatte, dass mein von Natur aus breiter Rücken noch breiter wird.

Ich habe schnell festgestellt, dass sich diese Area erstmal definiert, und jetzt trainiere ich das umso lieber. Nur Ausdauer und ich, wir werden einfach keine Freunde. Zumindest nicht momentan.

  1. Ich & die anderen oder „I did it my way“!

Mit den richtigen Menschen an der Seite wird vieles einfacher. Niemand sagt, dass man nach dem Sport immer super gut drauf und happy sein muss. Und auch eine strikt lineare Erfolgskurve ist unrealistisch. Das alles sind vollkommen falsche Erwartungshaltungen, die meines Erachtens nur enttäuschen. Leute, die viel Sport treiben, landen nun mal zwischendurch auf Plateaus, wo sich einfach nichts zu bewegen scheint. Oder verletzen sich und müssen pausieren. Oder andere Umstände zwingen sie dazu, den Sport mal weiter hinten an zu stellen. Und wenn man dann wieder einsteigt, tut man das leider nicht da, wo man ausgestiegen ist.

Man fängt wieder kleiner an. Und das ist nicht immer leicht zu ertragen. Denn wenn man erstmal weiß, wozu der eigene Körper schon mal fähig war, ist es umso bitterer zu sehen, wie schnell man abbaut. Dann kommt der Frust. Und die Wut. An diesem Punkt war ich auch zwischendurch, quasi auf der Zielgeraden. Was mir geholfen hat? Ich habe durch das #Mutcamp gelernt und verstanden, dass für mich der Weg das Ziel ist. Ich muss nicht in einem halben Jahr auf einer Bühne stehen. Oder einen Marathon laufen. Ich muss niemandem etwas beweisen. Nur mir selbst. Dass ich auf meinen Körper höre und dass ich mich immer noch auf dem Weg befinde. Meinem Weg.

Deswegen muss ich ihn trotzdem nicht allein gehen. Ich habe durch das #Mutcamp so viele tolle und inspirierende Menschen kennengelernt, das allein reicht schon fast, um die Aktion als Erfolg verbuchen zu können. Da wäre natürlich allen voran Coach @ilka.ashworth, die immer genau das richtige Quäntchen Motivation und Druck gefunden hat, um mich zu begeistern, aber nicht zu verschrecken. Wir haben schnell festgestellt, dass wir die gleiche Philosophie teilen, was Ernährung und Sport betrifft. Die Dosis macht das Gift. Und vor allem, dass die 180 Tage nicht die Reise sind, sondern erst der Anfang einer noch größeren Reise. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut. Und schnelle Erfolge sind selten nachhaltig, denn ein gutes Gebäude braucht ein solides Fundament.

Auch meine Patin @Nina.krivoh stand mir mit Rat und Tat und Motivation zur Seite. Danke, Sonnenschein!

#Mutcamp 2.0 – #Projekt2019!

Man hätte denken können, dass zwischen den Teilnehmern ein Konkurrenzkampf entstehen könnte. Pustekuchen, der regelmäßige Austausch mit @babyandbizeps, @mutcamp.marc und @andilethics hat uns alle bestärkt. Das hatte schon fast eine „in guten wie in schlechten Zeiten“-Dynamik. Man feiert sich und fängt sich auf. Oder nordet sich auch mal ein. 😉

Besonderer Dank geht hier an @andilethics. Ich habe viel vom #Mutcamp erwartet, aber nicht unbedingt einen so guten Freund zu finden, mit dem man viel gemeinsam hat. Er hat auch einen großen Anteil an der Entstehung meines persönlichen #Mutcamps 2.0 – Projekt 2019. Er hat mich bestärkt und gibt mir sogar seinen geliebten Backpack mit auf die Reise. Welch eine Ehre, der Backpack hat schon so viel gesehen!

Mark Twain sagte: „Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn’t do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds while in pursuit of something else“.

Das #Mutcamp hat auf wundervolle Art und Weise dazu beigetragen, dass ich den Mut gefunden habe, loszulassen. Ich verlasse meinen sicheren Hafen, habe meinen Job gekündigt und werde mich 2019 auf die Reise machen. Wohin? Geografisch nach Asien und in mein Sehnsuchtsland Australien. Emotional auf die Reise zu mir selbst. Oder zu jemanden, den ich noch gar nicht kenne. So ist zumindest der ambitionierte Plan. Wir werden sehen. Leben ist schließlich das was passiert, während man andere Pläne hat. Und ich habe den Mut gefunden, mich darauf einzulassen. Auch der Sport wird ein Teil meiner Reise sein. Wie genau das aussieht, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

180 Tage – wenn die eine Reise zu Ende geht, beginnt eine neue. Danke an @fitness.first, dass ich diese Reise machen durfte!

#Mutcamp-Bilanz von Aline

Die Homestory von Aline und den anderen Teilnehmern und außerdem alle Infos rund ums #Mutcamp, findest du auf unserer Website.

Aline

Aline

Ich bin Digital Food Editorin und liebe meinen Job. Leider geht damit aber auch das ein oder andere Kilo zu viel auf der Waage einher. Mein Ziel? Fit für DEN großen Tag zu werden. Denn meine Freundin Caro heiratet im September und ich bin Trauzeugin. Für das #Mutcamp will ich meinen gesamten Body in Form bringen und bin bereit, alles dafür zu geben.