Gastbeitrag

Petra Mockenhaupt, Gesundheitsberatung

Allergie oder Unverträglichkeit

– macht uns unser Essen krank?

Laktose, Fruktose, Gluten, Histamin – ist es zur Zeit einfach „in“ und gehört zum Lifestyle sich eine Unverträglichkeit auf Lebensmittelbestandteile zu zulegen? Das Angebot im Supermarkt mit Nahrungsmitteln „frei von“ hat jedenfalls schon extrem zugenommen!

Zugenommen haben tatsächlich weltweit allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen, allergisches Asthma, Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien. Allergische Reaktionen zu denen Erbrechen und Juckreiz zählen, treten fast immer kurz nach dem Verzehr auf, sind eine Reaktion des Immunsystems und gut durch einen Allergietest nachzuweisen. Für Allergiker ist es extrem wichtig zu wissen, wo Allergene verarbeitet sind, denn in Ausnahmefällen kann es zu lebensbedrohlichen Reaktionen kommen. Deshalb ist inzwischen die Deklaration der wichtigsten Allergene bei den Lebensmitteln Pflicht.

Was ist eine Unverträglichkeit?

Bei Unverträglichkeiten handelt es sich um sogenannte nicht immunologische Reaktionen des Körpers. Das Immunsystem ist nicht daran beteiligt wie bei den Allergien. Die auftretenden Beschwerden sind zwar nach Verzehr des entsprechenden Lebensmittels reproduzierbar, aber die Symptome treten erst zeitversetzt zur Aufnahme auf. Daher ist die Diagnose sehr oft langwierig und beschwerlich. Manchmal liegen krankhafte Stoffwechselveränderungen wie ein Enzymmangel oder genetische Ursachen vor.

Ständig aufgeblähter Bauch, Durchfall, Verstopfung, aber auch Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden, Müdigkeit oder Depressionen können mit Unverträglichkeiten zusammenhängen. Gute Selbstbeobachtung sowie das Führen eines Ernährungstagebuches (was habe ich wann gegessen, welche Symptome treten dann auf) helfen der gezielten professionellen Diagnostik dem Auslöser auf die Spur zu kommen. Oft meldet sich auch der Darm mit seinen Bakterien lautstark zu Wort. Bekommen seine guten Bakterien genug und das richtige Futter um sich gegen die schlechten Bakterien zur Wehr setzen zu können?

Nicht zu unterschätzen ist der heutige Lebensstil, wer hat noch Zeit -oder nimmt sie sich- in Ruhe zu essen? Essen im Stehen und Gehen ist im Trend. Oft fehlt die Zeit zum frischen Zubereiten von Mahlzeiten und es wird auf die Vielzahl von stark verarbeiteten Fertigprodukten zurückgegriffen. Die Industrie freut sich darüber, unser Körper nicht. Bei Fertigprodukten sind die Zutatenlisten oft sehr lang, – sogar bei Brot und Backwaren – und meistens unverständlich und kaum lesbar.

Gluten-Unvervträglichkeit in aller Munde

Morgens Müsli, Mittags Nudeln, zum Kaffee ein Stückchen Kuchen, abends Brot und ein Feierabendbierchen. Das hört sich doch ganz nett an. Die Tagesration an Getreide, meistens handelt es sich um Weizen, ist hierbei aber viel zu hoch! Der heute produzierte Weizen ist auf hohen Ertrag gezüchtet und enthält ein Vielfaches mehr an Gluten (Klebereiweiß für gute Backeigenschaften) als früher.

Unser Körper arbeitet wie eine Hochleistungsmaschine und ist auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit frischen Zutaten angewiesen. Dein Bauch wehrt sich gegen ein Zuviel an Gluten oder Laktose. Leichtere Unverträglichkeiten können sich durch Weglassen oder Reduzierung des unverträglichen Lebensmittels oftmals verbessern.

Probiert aber nicht eigenmächtig zuviel rum. Frei nach Paracelsus der sagt: „Die Dosis macht das Gift.“ gilt hier: „Die Menge macht es oft!“

Ein auf dich persönlich zugeschnittener Ernährungsplan, der nach der Diagnose erstellt wird, ist oft am besten. Hier helfen Ernährungsberater oder Heilpraktiker gerne weiter. Es gibt hier auch die Möglichkeit sich bei starken und dauerhaften Beschwerden sich die Kosten über die Krankenkasse erstatten zu lassen.

Brot, Kuchen, Milchprodukte – viele stark verarbeitete Lebensmittel können Unverträglichkeiten hervorrufen

Ich betrachte Gesundheit ganzheitlich und berate in den Bereichen Naturheilkunde, Ernährung und Prävention in einer Heilpraktiker Gemeinschaftspraxis in Gießen.  Mein großes Hobby ist Kochen. Ich optimiere bewährte und neue Rezepte für verschiedene Zielgruppen und biete dazu Kochkurse an.

Fitnessexperte

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Diese Artikel schreiben unsere Experten und Partner: Ob National Fitness Manager Alexander Richter, National Group Fitness Managerin Veronika Pfeffer oder unsere Partner und Ernährungsexperten - lies hier den Expertentipp!