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28. Februar 2017
Blogautor Pia

Fitter mit Entlastungstagen

Ein Selbstversuch

Entlastungstage

Stress, fettreiche und zuckerhaltige Ernährung, zu wenig Schlaf – hatte ich die letzten Monate, auch dank Weihnachten, Jahreswechsel & Co. alles. Ausreichend. Zeit, dem Körper etwas Pause zu gönnen, dachte ich mir und startete mit dem Projekt Entlastungstage. Mit überwiegend basischen Lebensmitteln wollte ich meinen Körper rebooten und wieder fitter werden. Gerade jetzt, zur anstehenden Fastenzeit, ist der optimale Zeitpunkt, um mit Entlastungstagen zu starten. Wie? Hier erfährst du‘s!

Den Körper entlasten: Warum und wie?

Wenn der Körper durch unausgewogene Ernährung und Stress übersäuert ist, fühlen wir uns schlapp, bekommen einen fahlen Teint und leiden häufig unter Kopfschmerzen. Doch was tun, um sich fitter zu fühlen? Von Crash Diäten oder dem langfristigen, kompletten Verzicht auf bestimmte Lebensmittel halte ich nichts.

Nach ein wenig Recherche stand mein Projekt fest: Entlastungstage. Auf alle säurehaltigen Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Fleisch, Süßigkeiten und Koffein wird 7 Tage lang verzichtet. Stattdessen stehen Obst und Gemüse auf dem Speiseplan. So kommt der Säure-Basen-Haushalt wieder in Balance und der Stoffwechsel wird angekurbelt.

Der Einkauf für 7 Entlastungstage für 2 Personen

Entlastungstage

Die Vorbereitung

Zunächst habe ich meinen Freund dazu motiviert, um nicht zu sagen verdonnert, bei meinem Projekt mitzumachen. So wird es mir sicher leichter fallen. 🙂 Die Auswahl an Rezepten für Entlastungstage ist riesig. Im Internet und in Ernährungs- und Kochbüchern findet man jede Menge Pläne und Einkaufslisten. Mit letzterer starten wir an einem Freitagabend in den Supermarkt.

Nach zwei Stunden ist der Einkaufswagen voller Gemüse, Obst, Sojamilch und Co. An den Regalen mit Chips und Schokolade marschieren wir tapfer vorbei. Gefühlt haben wir für eine Großfamilie eingekauft. Ich bin gespannt, ob wir diese Masse an gesunden Lebensmitteln in einer Woche überhaupt wegbekommen?

Samstag, Entlastungstag 1

Ein wenig kulinarisches Wochenende steht bevor. Die ersten beiden Tage bestehen aus Suppen und Smoothies. Nichts mit ausgiebigem Sonntagsbrunch. Wir starten stattdessen mit Himbeer-Smoothie-Shake und Paprika-Tomaten-Suppe. Von der müssen wir sogar etwas einfrieren, da die Portion so groß ist.

Den ganzen Tag über verspüren wir erstaunlicherweise keinen Hunger. Der abendliche Snack zum Film fehlt aber definitiv.

Sonntag, Entlastungstag 2

Am Sonntagmorgen wache ich mit stechenden Kopfschmerzen auf. So macht sich also Koffeinentzug bemerkbar. Wir starten mit Rote Beete Apfelsaft, haben aber keinen Entsafter. Stattdessen kann man einfach Apfelsaft kaufen. Mühevoll pressen wir geriebene Äpfel durch ein Baumwolltuch. Aufwand und Ertrag stehen nicht in Relation, aber zum Glück ist Wochenende und wir haben Zeit. 🙂

Die Gemüsesuppe schmeckt eher mäßig, reicht aber locker für den ganzen Tag. Ich starte im Wohnzimmer mit ReYoga von NewMoove in den Tag und fühle mich schon besser. Mittags geht es für einen kleinen Spaziergang um den Block.

Zuckerschoten-Karotten-Curry

Entlastungstage

Auberginen-Spinat-Salat

Entlastungstage

Montag, Entlastungstag 3

Vom Wochenende motiviert, starte ich voller Elan in die neue Woche. Heute gibt es endlich wieder feste Nahrung. Zusätzlich zum Shake am Morgen und der Suppe am Mittag, stehen Apfel und Mango als Snack gegen Heißhungerattacken und abends eine kleine Portion Gemüse im Ofen auf dem Plan. Meine Befürchtung, nicht satt zu werden, bestätigt sich nicht. Karotten, Fenchel und Kartoffeln füllen den Magen ausreichend.

HEALTH MEETS LIFESTYLE

Dass Smoothies & Co. längst Lifestylecharakter haben und sich super zum Feiern eignen, beweisen die detoxRebels mit ihren Partys ohne Alkohol. Die Kölner Jungs haben sich gesunden Lebensstil auf die Fahne geschrieben und verknüpfen ihn mit coolen Events. Das nächste findet Anfang März in Berlin statt.

Dienstag, Entlastungstag 4

Heute gibt es geraspelten Apfel und Haferflocken zum Frühstück. Sehr lecker!

Der erste Härtetest kommt beim Meeting mit unserer Agentur. Frische Häppchen stehen direkt vor meiner Nase, doch ich bleibe stark. Der Terminkalender ist den ganzen Morgen und Vormittag voll, sodass es die Suppe erst am Nachmittag gibt. Die sättigt aber so gut, dass eine kleine Portion Ofenzucchini am Abend absolut ausreichend ist.

Den Kinobesuch, bei dem Popcorn und Cola locken, sage ich ab und bereite stattdessen das Mittagessen für den nächsten Tag vor.

Meal Prep: Gemüsepfanne mit Quinoa, Mango, getrocknete Aprikosen und Mandeln

Entlastungstage

Mittwoch, Entlastungstag 5

Ich fühle mich gut, aber auf mein sonstiges Sportprogramm, also auf auspowernde Ganzkörper Workouts wie deepWORK™ und BodyFit, verzichte ich lieber. Und nehme mir für den Abend den zweiten Teil von ReYoga mit Diarra vor. Nachdem aber das Essen für den nächsten Tag vorbereitet ist, falle ich direkt ins Bett.

Donnerstag, Entlastungstag 6

Nur noch zwei Tage, doch die werden zur Herausforderung. Ich bin in Hamburg und Berlin unterwegs, um die Sophia Thiel Events zu begleiten. Die Suppe im Handgepäck mit in den Flieger? Eher suboptimal. Also stehen Shake und Suppe noch vor dem Flug am Vormittag auf dem Programm.

Um 17 Uhr gibt es noch schnell einen Apfel und dann ist Action angesagt. Doch mein Magen verlangt heute zum ersten Mal nach mehr. Die regelmäßigen Tassen Tee und die empfohlenen 2 Liter Wasser fehlen. Nach dem Event gibt es spät um 23 Uhr noch einen Salat. Puh, den vorletzten Tag gerade nochmal eingehalten.

Kartoffelsalat mit Spinat

Entlastungstage

Freitag, Entlastungstag 7

Ich wache mit Kopfschmerzen auf. Das war eindeutig zu wenig Flüssigkeit am Vortag. Gleich am Morgen wage ich mich für eine halbe Stunde aufs Laufband. Geht. Mehr aber auch nicht. Den sonst selbst gemachten morgendlichen Shake ersetzt ein fertiges Produkt aus dem Supermarkt.

Mittags gibt es eine vegane Tomatensuppe am Berliner Hauptbahnhof und abends vor dem Flug noch einen grünen Smoothie. Der wird kurz vor dem Security Check am Flughafen heruntergekippt. So richtig wohl fühle ich mich nicht. Zum Glück gibt es bei der Ankunft in München dann doch noch etwas: Spinat-Kartoffelsalat! Hmmmm.

Fazit

Geschafft! Gefühlt fitter, gesünder und natürlich auch ein wenig stolz, starte ich ins Wochenende. Sieben Entlastungstage haben ihre Spuren hinterlassen. Neben einem kleinen Gewichtsverlust geht es hauptsächlich um das gute Gefühl.

Die fünf kommenden Aufbautage sind dazu da, den Körper langsam wieder an ‚normales‘ Essen zu gewöhnen. Sie fallen mir dann leichter als gedacht.  Ab jetzt stehen auch wieder tierische und Milchprodukte auf dem Speiseplan. Natürlich immer noch mit viel Gemüse und Obst. Der befürchtete Heißhunger auf Süßes & Co. bleibt aus.

Das Kochen am Abend ist zum festen Ritual geworden und die tägliche Frage Was koche ich heute? habe ich mir 12 Tage auch nicht stellen müssen. Deswegen mein Vorhaben: Auch in Zukunft langfristig planen. Und da findet sicherlich auch das ein oder andere Rezept aus den letzten Tagen seinen Platz. Aber erst mal geht es zum Italiener. Und gewählt wird nichts aus der Salat-, sondern aus der Pizzakarte. Oder Pasta. Oder lieber doch zum bayrischen Gasthaus um die Ecke? Tja, wer die Wahl hat, hat die Qual. 🙂 Aber schön, dass ich meinen Körper von solchen Genussmomenten jetzt auch wieder zu entlasten weiß.

Wir geben mehr. #mehrinformsein.

  • Starten solltest du deine Entlastungstage auf jeden Fall an einem Wochenende. Nimm dir während der gesamten Zeit nicht zu viel vor, denn die Vorbereitung der Mahlzeiten braucht Zeit.

  • Achte auf ausreichend Schlaf und Ruhephasen während der Entlastungstage, sodass dein Körper leichter in den Wohlfühlmodus schalten kann.

  • Motivierter bist du, wenn du einen Entlastungspartner hast, der nicht neben dir das Schnitzel mit Pommes verdrückt. Wenn es im Kühlschrank nichts anderes gibt als Obst und Gemüse, kommst du erst gar nicht in Versuchung.

  • Als Kaffejunkie hatte ich echt Bammel vor dem Entzug. Bis auf die anfänglichen Kopfschmerzen lief es aber überraschend gut. Grüner Tee sorgt für den nötigen Koffeinschub.

  • Trinken, trinken trinken! Viel Wasser und ungesüßte Kräutertees, am besten 2 Liter am Tag.

Pia

Pia

Ich bin bei Fitness First als Online Content Editor dafür zuständig, dass du stets top informiert bist. Ob es um die neuesten Trainingsmethoden, Ernährungstrends oder die heißesten News aus unserem Unternehmen geht, hier im Blog erfährst du es zuerst. Ich selbst liebe auspowernde Kurse wie BodyFit oder deepWORK™. Zusammen mit meinem Ausdauertraining an der frischen Luft, bereite ich mich so regelmäßig auf Herausforderungen wie einen Halbmarathon oder das Spartan Race vor.