Wie dick machen McDonald’s und Co. wirklich?

Fast Food ist eine Kalorienbombe. Wegen mangelnder Kennzeichnung hat man oft keine Ahnung, wie viele Kalorien man tatsächlich zu sich nimmt. Dabei ist Burger nicht gleich Burger – die Kalorienzahlen können extrem unterschiedlich sein. Wer sich auskennt und den Fast Food Check macht, kann die schlimmsten Fett-Fallen ganz einfach vermeiden.

Dass Burger, Pommes und Pizza nicht gerade figurfördernd sind, dürfte den meisten Menschen klar sein. Und dennoch ist Fast Food äußerst beliebt: Einer Umfrage der „Men’s Health“ zufolge essen 94 Prozent der Deutschen in Schnellrestaurants, jeder Zweite sogar wöchentlich. Allein McDonald’s machte 2009 hierzulande einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro – und auch in Zukunft rechnet die Branche mit fetten Jahren.

Wer den tatsächlichen Kalorien- und Fettgehalt von Fast-Food-Produkten kennt, würde sich bei manchen Bestellungen wohl anders entscheiden. Kein Wunder, dass die meisten Fast-Food-Ketten die Nährwerte für ihre Produkte auf ihren Online-Seiten verstecken – wenn sie überhaupt veröffentlicht werden.

Die Kalorienbomben

Schon ein kleines McDonald’s-Menü – bestehend aus Big Mac, einer mittelgroßen Portion Pommes Frites und einer mittelgroßen Coca Cola – bringt es auf mehr als 1000 Kilokalorien. Fast die gleiche Kalorienmenge erreicht ein einzelner Big King XXL von Burger King mit über 60 Gramm Fett. Wer bei Pizza Hut ein Stück Salami-Pizza bestellt, verleibt sich dank dickem Boden, fettiger Salami und viel Käse ganze 770 Kalorien und 32 Gramm Fett ein. Und der kleine Caramel Brownie von Starbucks am Nachmittag schlägt mit knapp 600 Kilokalorien zu Buche.

Kaum besser sind die schnellen Alternativen von der Imbissbude: Die Currywurst mit Pommes und Ketchup hat gut 1000 Kilokalorien, ein Döner ist je nach Zusammenstellung kaum leichter. Auch das Schnitzel mit Pommes und Salat reicht mit insgesamt 840 Kalorien und fast 40 Gramm Fett für einen ganzen Tag – das einzig gesunde daran ist der Salat, und der liegt meist nur als dekoratives Detail am Tellerrand.

Der Spitzenreiter unter den Kalorienbomben kommt allerdings direkt aus der Fritteuse von KFC: Ein „Bucket“ mit sechs panierten Hähnchenteilen bringt es auf unglaubliche 1587 Kilokalorien und 93 Gramm Fett. Dabei sollte man nach den Ernährungsregeln der DGE bei einer ausgewogenen Ernährung maximal 80 Gramm Fett pro Tag aufnehmen. Allgemein empfiehlt die DGE für Erwachsene eine tägliche Energieaufnahme von 2300 Kilokalorien bei Frauen und 2900 Kilokalorien bei Männern.

Schlingen und Würgen

„Fast Food“, schnelles Essen also, ist genau das: schnell bestellt, schnell gegessen. Und das ist alles andere als gesund. In einem durchschnittlichen Fast-Food-Restaurant nach US-Art liegen zwischen Bestellung und dem letztem Bissen nur viereinhalb Minuten, wie der Infodienst Verbraucherschutz-Ernährung-Landwirtschaft errechnet hat. In einer Imbissbude dauert es mit sieben Minuten im Schnitt kaum länger. Das Problem: Wer so schnell isst, nimmt die Sättigungssignale seines Körpers nicht wahr. Vor allem bei den preisgünstigen Maxi-Menüs verputzt man so schnell 1200 Kalorien und mehr. Dabei kann man mit ein paar einfachen Tricks überflüssige Dickmacher vermeiden.

Fett-Fallen vermeiden

Beim Fast Food Check gilt die einfache Faustregel: Je weniger Fett, desto besser, denn damit sinkt auch der Kaloriengehalt. Pizza mit magerem Schinken ist gesünder als die mit fettiger Salami, der schlichte Hamburger besser als ein Cheeseburger oder gar ein mehrstöckiges Burger-Monster. Statt der dünnen Pommes sollte man lieber dickere Fritten bestellen, weil die in der Fritteuse weniger Fett aufnehmen. Auch Panade saugt das Fett wie ein Schwamm auf und wirkt als Kalorien-Turbo – pures Fleisch ist hier die bessere Wahl.

Auch bei den Beilagen kann man einfach Kalorien sparen: Wasser oder Schorle statt Cola und Co. und ein Klecks Ketchup statt gehaltvoller Mayonnaise. Wie so oft kommt es also auf die richtige Auswahl an: Wer sich grundsätzlich ausgewogen ernährt, also viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte isst, darf sich auch ab und zu Fast Food gönnen.

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Fitnessexperte

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