Fitnessexperte

Alexander Richter, Head of Product & Innovation

Jetzt geht’s rund

Welche Faszienrolle ist dein Typ?

Dein Faszientraining ist noch nicht ins Rollen gekommen? Kein Wunder, denn das große Angebot an Faszienrollen kann verwirren. Deshalb haben wir für dich einen Wegweiser durch den Dschungel an Formen, Funktionen und Festigkeiten der Faszienrolle zusammengestellt …

Ganz nach Geschmack der Faszien

Woher stammt eigentlich die Idee für die Faszienrolle? Ihren Ursprung hat sie in der Physiotherapie. Dort fand man heraus, wie nützlich es ist, das Bindegewebe zu massieren. Wissenschaftliche Studien haben das bestätigt: Faszienrollen tragen deutlich zur Regeneration bei. Als erstes Unternehmen brachte Blackroll die beliebten Rollen auf den Markt. Bei den Kunststoffen, aus denen sie bestehen, handelt es sich um expandiertes Polypropylen (EPP) oder Ethylen-Vinyl-Acetat-Schaum (EVA-Schaum).

Wer die Faszienrolle regelmäßig einsetzt, regt seine Bindegewebszellen dazu an, alte Kollagenfasern durch neue zu ersetzen. Verklebungen und Verhärtungen lösen sich, Schmerzen werden gelindert. Und das funktioniert bei allen, egal welches Alter oder Fitnesslevel.

Es gibt Allrounder-Rollen und auch Spezis für die unterschiedlichsten Bereiche. Du fühlst dich von den vielen Möglichkeiten überrollt? Wir helfen dir, das passende Utensil zu finden.

Die Faszien: Wie tiefschichtig darf es sein?

Faszien sind die Weichteil-Komponenten des Bindegewebes und teilen sich in drei Schichten auf. Im Unterhautgewebe finden sich die oberflächlichen Faszien. Das lockere Binde- und Fettgewebe dient unter anderem als Schutzhülle.

Dichte und faserreiche Bindegewebsschichten sind die tiefen Faszien. Sie umschließen Muskeln, Knochen, Nervenbahnen und Blutgefäße.

Jetzt geht’s noch weiter in die Tiefe: Alles, was viszeral genannt wird, hat mit den Eingeweiden zu tun. Deshalb handelt es sich bei viszeralen Faszien um Bindegewebsschichten, die unsere Organe einbetten und für ihre Aufhängung verantwortlich sind.

Faszienrolle

Der Härtegrad: Wie fit bist du?

Die Faustregel lautet: Je trainierter du bist, desto härter darf die Faszienrolle ausfallen. Wenn du eher schmerzempfindlich bist, entscheidest du dich am besten für die Faszienrolle MED. Sie ist 20 Prozent weicher als die Standardrolle und eignet sich deshalb auch gut für Anfänger. Du kannst sie in den verschiedensten Körperbereichen anwenden.

Wer sich schnell ans Faszientraining gewöhnt hat, geht einen Schritt weiter: Die Faszienrolle Standard bietet einen mittleren Härtegrad. Mit diesem Equipment liegen die meisten goldrichtig.

Für die Faszienrolle PRO solltest du schon eine ganze Anzahl von Behandlungen hinter dir oder eine sehr hohe Schmerzschwelle haben. Auch Leistungssportler und Athleten mit beachtlichen Muskelmassen greifen zu der Rolle, die 50 Prozent härter ausfällt als die Standardrolle.

Die Form: Welche Stellen visierst du an?

Die klassische Variante kennst du sicher: Die hohle, glatte Schaumstoffrolle ist den meisten ein Begriff. Noch intensiver wird das Rollen, wenn du mit Hilfe von Noppen oder Rillen tiefer gehst. Regelrechte Kurven hat die Faszienrolle, die für Achillessehne, Waden, Schienbeinmuskulatur und Fusssohle maßgeschneidert ist – etwa die AchillX von Relaxroll.

Spezialisten sind auch die Schaumstoffbälle. Rücken und Nacken nehmen sich die Faszienkugeln vor, die im Zweierpack wie aneinandergewachsen aussehen, zum Beispiel Blackroll DuoBall. Für Selbstmassagen, die noch punktueller ansetzen, eignen sich einzelne Faszienbälle am besten.

Zum Verstauen gibt es den Blackroll Block, passgenau für verschiedene Blackroll Bälle. Dazu zählen etwa Blackroll Mini, Blackroll Ball und Blackroll Duoball 8 cm: Sie dringen punktuell tiefer ins Gewebe vor und erreichen selbst Muskelgruppen, die schwer zugänglich sind. Solch ein Block lässt sich übrigens auch zweckentfremden und beim Yoga einsetzen, etwa als Verlängerung, um leichter in die Balance zu finden.

Die Länge: Wie groß ist die Angriffsfläche?

Die Standardlänge einer Faszienrolle liegt bei 30 bis 45 Zentimetern und einem Durchmesser von 15 Zentimetern – ideal für alle großen Körperpartien.

Je kleiner Rolle oder Ball ausfallen, desto gezielter ist die Massage. Einzelne Muskeln, etwa in den Bereichen Arme, Nacken, Brust, Schultern oder Gesäß, erreichst du mit Miniformaten von bis zu 15 Zentimetern, die einen Durchmesser von nur rund fünf Zentimetern aufweisen.

Hast du etwas Passendes gefunden? Dann kann dein Faszientraining jetzt anrollen!

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Diese Artikel schreiben unsere Experten und Partner: Ob National Fitness Manager Alexander Richter, National Group Fitness Managerin Veronika Pfeffer oder unsere Partner und Ernährungsexperten - lies hier den Expertentipp!