Je besser die Fitness, desto schmaler die Hüfte

Studie bestätigt Zusammenhang zwischen Fitness und Körpergewicht

Eine europäische Studie mit 2.056 gesunden Erwachsenen zeigte, dass Menschen schlanker sind umso mehr Sauerstoff sie aufnehmen können. Je höher die Sauerstoffaufnahme umso besser ist es um den Stoffwechsel und die Ausdauer bestellt. Fitness und schlanksein hängt also zusammen. Dies kann langfristig anhalten, auch wenn ein Mensch länger schon nicht mehr regelmäßig trainiert.

Die Saarbrücker Zeitung veröffentlichte am 11. August 2013 Ergebnisse der Studie. Dort heisst es, dass das Gewicht eines Menschen wesentlich davon beeinflusst wird, wie gut seine Atmung und sein Blutkreislauf in der Lage sind, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Man spricht von kardiorespiratorischer Fitness.

Regelmäßig trainieren, ein Leben lang schlank bleiben

Optimal sollte ein regelmäßiges Training ein Leben lang anhalten. Dann kann davon ausgegangen werden das Gewicht auch dauerhaft zu halten. Kleine kulinarische Sünden ab und an inbegriffen. Neu in der Potsdamer Studie ist laut Saarbrücker Zeitung die Erkenntnis, dass die (gespeicherte) Fitness einen größeren Einfluss auf das Körpergewicht hat als die körperliche Aktivität.

Selbst wenn ein Mensch seit Jahren nicht mehr körperlich aktiv ist, kann seine Fitness noch gut sein. „Die Fitness ist über Jahre hinweg relativ stabil. Sie hängt davon ab, in welchem Umfang und mit welcher Intensität ein Mensch in der Vergangenheit körperlich aktiv war, wird aber auch von Erbfaktoren beeinflusst“, sagt Angelika Wientzek vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam, die maßgeblich an der Studie mitgearbeitet hat. „Wir gehen davon aus, dass eine höhere maximale Sauerstoffaufnahme den Stoffwechsel ankurbelt und dadurch den Kalorienverbrauch steigert. Dadurch wird das Körpergewicht reguliert.“

Mehr Sauerstoff führt zu gesünderem Körpergewicht

Die Probanden, die mehr Sauerstoff aufnehmen konnten, hatten ein gesünderes Körpergewicht, ein besseres Verhältnis von Taillen- zum Hüftumfang sowie einen besseren BMI. „Bemerkenswert an unseren Ergebnissen ist, dass wir nachweisen konnten, dass Fitness und körperliche Bewegung unabhängig voneinander das Körpergewicht beeinflussen. Dabei spielt die Fitness eine größere Rolle für das Körpergewicht und die Körperfettverteilung als die körperliche Aktivität“, sagt Wientzek.

Was sagt der Taillen-Hüftumfang-Quotient (THQ) über meine Fitness

Je besser die Fitness, desto geringer der Taillen-Hüftumfang-Quotient (THQ). Die Formel für den THQ lautet: Umfang der Taille in Zentimetern geteilt durch Umfang der Hüfte in Zentimetern. Die Taille wird in Nabelhöhe gemessen, die Hüfte an der dicksten Stelle. Der Quotient liefert die Antwort auf die Frage, wo die Fettdepots sitzen: ob mehr Fett am Bauch (Apfeltyp) oder mehr am Po (Birnentyp) vorhanden ist. Ein Beispiel: Beträgt der Taillenumfang einer Frau 65 Zentimeter und der Bauchumfang 79 Zentimeter, so ergibt sich ein Taille-Hüft-Quotient von 0,82. Das ist ein guter Wert. Übersteigt der THQ bei Frauen den Wert von 0,85, hat sich zu viel Fett am und im Bauch abgelagert. Bei Männern sollte der Wert nicht höher als 1,0 liegen. „Höhere Werte steigern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes“, erklärt Professor Dr. Heiner Boeing, Leiter der Abteilung Epidemologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung.

Vorsicht vor Bauchfett

Fettpolster am Bauch und im Bauchraum (Eingeweidefett) sind gefährlicher als Fettpolster an Hintern und Beinen. Studien – zum Beispiel der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Technischen Universität Dresden – belegen laut Saarbrücker Zeitung, dass ein dicker Wohlstandsbauch auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweist.

Fitnesstraining ein Leben lang

Zwar wirkt eine in jungen Jahren antrainierte Fitness lange nach, aber sie hält nicht ewig an. Daher ist es wichtig, seine Fitness zu erhalten oder zu steigern. Leichte körperliche Bewegung reicht dafür jedoch nicht aus. Nur ein intensiveres und umfangreicheres Training führt zum Erfolg. Man muss sich dabei schon anstrengen und ins Schwitzen kommen.

Wir empfehlen Dir ein ganzheitliches Kraft-Ausdauertraining. Denn Krafttraining baut Muskeln auf, die Fett verbrennen und wer mehr Ausdauer hat, kann mehr Sauerstoff aufnehmen. Ein schnelles und intensives 30-Minuten-Workout kann da bereits ausreichen. Wenn Du gerne auf dem Crosstrainer Deine Runden drehst, streue ein Intervalltraining mit höherer Schwierigkeit ein, um Dich kurzfristig intensiv zu fordern. Auch eine freestyle Animation ist empfehlenswert und trainiert in kurzer Zeit alle Muskelgruppen.

Wenn Du ein Problem mit Deinem Gewicht hast und langfristig nicht weiter kommst, könnte Dir Lose it helfen langfristig schlanker und fitter zu werden. Oftmals ist die Motivation der entscheidende Faktor und da ist die beste Lösung nicht allein, sondern in der Gruppe zu trainieren. Daher empfehlen sich auch viele Group-Fitness-Programme.

 

 

 

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung, 11.08.2013

von Sandra

von Sandra

Ich schreibe hier für alle Kategorien und interessiere mich besonders für die Themen Ernährung, Yoga und H.I.I.T.