Marc vom #Mutcamp Team

Fitness-Ziel erreicht?!

180 Tage #Mutcamp: Marcs Bilanz

Okay. Das Ziel, das ich zu Anfang des #Mutcamps ausgerufen habe, war ambitioniert. Es erschien mir machbar, aber es war von Anfang an hoch gesteckt. Aber hey, wer sich leichte Ziele setzt, braucht nicht mutig sein. Und wer sich unrealistische Ziele setzt, braucht gar nicht erst anzufangen. Greif nicht nach den Sternen, aber auch nicht nur nach dem untersten Apfel am Baum. Denn die Leckersten hängen ganz oben …

Im Laufe der letzten Monate habe ich mich von meinem eigentlichen Ziel, bis zum Ende des #Mutcamps 99,9 Kilo zu wiegen, immer mehr verabschiedet. Nicht, weil ich den Kopf hängen gelassen und einfach nicht konsequent genug Sport getrieben und mich ernährt habe. Gut. Ganz ehrlich: Ich hätte mich besser und strikter ernähren können. Aber es war von Anfang klar für mich, dass das #Mutcamp nur ein Abschnitt meines langen Weges zum Ziel ist. Daher stand über allem immer das Wort „Alltags-Kompatibilität“.

Wenn ein Geburtstag gefeiert wurde, gab es auch mal Kuchen. Nur keine 4 Stücke mehr. Und bei einer Einladung zum Grillfest wurde auch mit gegessen und nichts extra mitgebracht. Das MUSS auch sein. Sonst ist das #Mutcamp 180 Tage pure Disziplin mit dem Wissen und dem Verlangen, es danach wieder richtig oder ein bisschen schleifen zu lassen. Mir war wichtig, dass das #Mutcamp die Initialzündung ist. Mein persönlicher Kick Off zu einer dauerhaften Umstellung.

Muskeln sind schwerer als Fett. Und Muskeln haben wir definitiv nicht abgebaut in der gesamten Zeit. Eine Diät geht normalerweise einher mit dem Verlust von Wasser und Muskelmasse. Dem Verlust der Muskelmasse haben wir in der Defizit- und der Diätphase entgegen trainiert. Mit Erfolg!!!

#Mutcamp-Bilanz von Marc: Fitness-Ziel erreicht?
#Mutcamp-Bilanz von Marc: Fitness-Ziel erreicht?

#Mutcamp Muskelaufbau light

Warum light? Wenn ich jetzt mit einer richtigen Muskelaufbau-Phase anfangen würde, würde ich in den Kalorien-Überschuss gehen. Und das nicht zu knapp. Muskelaufbau geht immer mit Fettzunahme einher, und genau DAS will ich nicht.

Planänderung:

  • Wir gehen von 1.800 kcal an Restdays und 2.000 kcal an Trainingstagen auf 2.700 kcal an Restdays und 3.000 kcal an Trainingstagen.
  • Die Menge an Kohlenhydraten wird angehoben.
  • Die essensfreie Zeit von abends bis morgens bleibt, wird aber um 2 Stunden verkürzt.
  • Das Training wird angepasst. Es kommen Sätze mit 6 Wiederholungen dazu, aber auch welche mit 15.
  • Kardio ist weiterhin fester Bestandteil, aber im Intervall-Training.
  • Mein neues Hass-Objekt findet Einzug in den Trainingsalltag: Der Schlitten!!!
  • Nach dem Training 2 Stunden lang nichts essen ist nicht mehr verboten. Proteine und Kohlehydrate sind direkt nach dem Training erwünscht.

Viel Neues beim Training. Packen wir’s an!

Ich merke, dass mir das Training für den Oberkörper immer mehr Spaß macht, während ich das Training für die Beine immer ätzender finde. Woran das liegt? Keine Ahnung. Ich finde, man spürt die Arme und die Brust stärker nach dem Training. Das Bein-Training merkt man immer nur wenn man anschließend Treppen steigt oder Rad fährt.

Auch das Spinning (früher eine meiner Lieblingsübungen), wird mir eher ungeliebter. Aber ich gehe wieder hin. Und in der Gruppe fahren macht dann doch wieder Spaß. Das Ergometer zu Hause hat den Weg aller Ergometer genommen, die in Deutschland verkauft werden: in den Keller!!!

Ich gehe aktuell 4-5 x die Woche zum Sport. Wann soll ich da zu Hause noch aufs Fahrrad steigen?

#Mutcamp Food: Wer soll das alles essen?

In den ersten Tagen der neuen Phase hatte ich echt Probleme, die mir vorgeschriebenen Kalorien zu erreichen. Oder sagen wir, sie ordentlich zu erreichen. Natürlich hätte ich jetzt mit Chips und Cola auffüllen können. Aber DAS ist nicht Sinn der Sache.

Vielmehr war ich stolz, dass ich mit so wenig ausgekommen bin und satt war. Die Möglichkeit, wieder 3.000 kcal zu essen öffnet natürlich dem Schlendrian Tür und Tor. Aber es gilt durchzuhalten und sich MAL was zu gönnen. Aber nicht immer.

#Mutcamp-Bilanz von Marc: Fitness-Ziel erreicht?

#Mutcamp: Fazit & Lehren

  • Wenn man sich mit richtiger Ernährung auseinandersetzt, wird vieles das man für gesund gehalten hat, auf einmal ungesund … und umgekehrt. Essen KANN eine Wissenschaft sein. Du solltest dich allerdings NUR mit dem Teil auseinandersetzen, er für dich selbst relevant ist.
  • Man kann sich heutzutage viel Wissen über Training im Netz aneignen. Aber es wird NIE so effektiv sein wie das Training mit einem Profi. Diese 6 Monate #Mutcamp haben mir gezeigt, dass ein Profi dir Dinge zeigt, die eben nur für DICH sind. Wer also Ziele hat, sollte sich durchaus einen Coach gönnen, der einem den Weg aufzeigt und begleitet.
  • Technik ist wichtiger als Gewicht. Wenn du Übungen falsch ausführst, und es dir nur darum geht besonders dicke Hanteln hochzustemmen, wirst du nicht so viel Erfolg haben wie mit weniger Gewichten und sauberer Ausführung. Eine wichtige Erkenntnis, gerade für die männlichen Testosteron-Bomber und Selbstdarsteller 😊. Trainiere für dich, nicht für andere … und schon gar nicht für Instagram.
  • Eier schmecken 6 Monate lang, und zwar jeden Morgen. Du solltest sie sich nur nicht immer gleich zubereiten und auch mal das ein oder andere hinzufügen.
  • Abends vorzukochen: Früher hätte ich gesagt „gehst du morgen halt in die Kantine.“ Die hat mich allerdings schon sehr lange nicht mehr gesehen.
  • „Essen planen“ ist nicht schlimm, sondern steigert sogar ein wenig die Vorfreude. Außerdem kannst du mit einem geplanten Tag auf ein besonderes Abendessen, eine Grillfeier oder ähnliches, hinarbeiten, ohne das die Kalorien-Aufnahme explodiert. Morgens schon wissen, was abends bevorsteht, macht es da einfach.
  • Wenn Restdays zur Qual werden, weil du denkst, du könntest was tun, bist du auf dem richtigen Weg. Halte dich trotzdem an die Restdays, denn Muskeln wachsen und regenerieren genau an diesen Tagen. Sonst trainierst du zu viel und hast keine Ergebnisse.
  • Es gibt Shakes, vermutlich in derselben Hülle und Fülle an Geschmacksrichtungen wie Jelly Beans – du musst gucken welche du magst und wie sie dir helfen. Wenn es schmeckt, umso besser.
  • Ich habe in der Zeit des #Mutcamps meinen Blutdruck deutlich gesenkt, meine Dosis Cortison um 30 % dauerhaft reduziert. Immer noch zu viel, aber der Weg ist der Richtige. Ob das am #Mutcamp, dem Sport und der Ernährung, oder an der gleichzeitig gestarteten Antikörper-Therapie meines Lungenarztes liegt, weiß ich nicht. Das #Mutcamp war auf jeden Fall eher förderlich als hindernd. Und ich bin – Cortison hin oder her – gesünder als vorher.

#Mutcamp: Meine persönlichen Highlights

Das klingt jetzt sicher kitschig: Aber obwohl ich mein gesetztes Ziel nicht erreicht habe, habe ich mehr erreicht, als ich mir jemals hätte erträumen lassen.

Warum? Ich habe andere Ziele erreicht, die sich erst im Laufe der Zeit herausstellten. Ich konnte zwar mein Gewichtsziel nicht erreichen, aber „nur“ weil ich zu gut trainiert habe, zuviel Know-how über richtiges, gesundes und vernünftiges Training und die zugehörige Ernährung vermittelt bekommen und aufgebaut habe. Weil ich dementsprechend zu viel trainiert und zu viel „schwere“ Muskeln aufgebaut habe. Ich habe leichtes Fett abgenommen und schwere Muskeln aufgebaut. Könnte schlimmer sein.

Textbild: #Mutcamp-Bilanz von Marc: Fitness-Ziel erreicht?

Meine beiden persönlichen #Mutcamp-Highlights:

  • Der Tag, an dem ich auf die Waage gestiegen bin und in einer Woche 4 Kilo abgenommen habe (gleichzeitig erschrocken, weil ich wusste, dass das zu viel und nicht gut war). Noch besser waren die Momente, in denen ich auf die Waage gestiegen bin nach Tagen des Verzichts. An denen ich nichts abgenommen habe, es für mich aber absolut okay war. Ich weiß jetzt, welche Schwankungen normal und auch teils gut sind. In einer 4-wöchigen Diätphase, mit einem Defizit von 1.200 kcal täglich, 3 Wochen nichts abzunehmen und trotzdem zu sagen, dass die Zeit von Erfolg gekrönt waren, ist ein Highlight, dass ich ohne #Mutcamp so nie erlebt hätte.
  • Auch mein Pate Can Berber war und ist eine Bereicherung. Sein Training ging in eine ganz andere Richtung, er setzte eher auf Ausdauer und absolutes KO-trainieren. Auch der Austausch mit ihm war immer ein Highlight. Aber auch der Austausch mit den anderen #Mutcampern, Trainern und Paten war wichtig und sehr hilfreich. Ich habe hier richtig geile Leute kennengelernt, und ich freue mich darauf, jeden Einzelnen wiederzusehen.

Coach Andreas Hüttner –

der Mann, der aus mir einen besseren Mann gemacht hat!

Ich habe es weiter oben bereits erwähnt, aber es muss an dieser Stelle noch etwas ausführlicher getan werden.

Mit Andreas habe ich genau DEN Coach bekommen, den ich gebraucht habe.

Er mag vielleicht nicht der Deckel auf jeden Topf sein, aber für mich war er der Arsch auf Eimer, der 6er im Lotto, die Frischzellenkur die ich gebraucht habe.

Danke, Andreas!

#Mutcamp-Bilanz von Marc: Fitness-Ziel erreicht?
#Mutcamp-Bilanz von Marc: Fitness-Ziel erreicht?

Ausblick & Ziele: „Das #Mutcamp danach“

Erstmal kann ich wieder endlich essen was ich will, muss nicht mehr trainieren und habe freitags meine Ruhe. 😊

Spaß beiseite. Ich glaube, allzu viel wird sich nicht ändern. Ich hoffe, dass meine Mitstreiter und ich in Kontakt bleiben, wir uns weiterhin gegenseitig motivieren und in den Hintern treten. Auch die Whatsapp-Gruppen werden hoffentlich weiter bestehen bleiben. Und bestimmt werden wir uns auch wiedersehen – gerne in regelmäßigen Abständen (#Mutcamp one year after?). Denn warum aufhören, nur weil das #Mutcamp vorbei ist?

Das Training wird sich auch nicht ändern. Ich habe von Andreas einen solchen Wissensschatz mitbekommen, dass ich nun die verschiedenen Trainings- und Ernährungs-Phasen kenne. Ich werde weiter an mir arbeiten und mein Gewichtsziel von 99,9 Kilo im Laufe der nächsten Monate erreichen. Endlich habe ich daran keinen Zweifel mehr und weiß auch, wie ich dahin komme. Trotzdem gilt es, mein Wissen weiter auszubauen und anzuwenden. Dabei werde ich sicher auch im Nachgang durch die kompetenten Coaches bei Fitness First unterstützt. Und auch Andreas wird mir sicher nochmal über den Weg laufen. Ich werde es ausreizen, bis er sagt „es reicht“ 😉.

Selbst wenn das Ziel 99,9 Kilo erreicht ist, habe ich eigentlich nur das Gipfelkreuz des hohen Berges erreicht. Aber beim Bergsteigen muss man auch wieder heile und gesund absteigen. Bei der Diät muss man das Gewicht halten, und das dauerhaft. Abnehmen ist die eine Sache, das Gewicht halten die nächste Stufe. Mein Weg wird eigentlich nie zu Ende sein, er sollte nur dauerhaft beschritten werden!

Also weiter ran an die Gewichte! Der König ist tot, es lebe der König. Oder: das #Mutcamp ist vorbei, das persönliche #Mutcamp geht weiter.

Die Homestory von Marc und den anderen Teilnehmern und außerdem alle Infos rund ums #Mutcamp findest du auf unserer Website.

Marc

Marc

Ich bin Genussmensch und waschechter Kölner. Mein Ziel dürften viele in ähnlicher Form ebenfalls in ihrem Trainingsplan stehen haben: Gewichtsreduktion. In 180 Tagen #Mutcamp möchte ich die magische 99,9kg-Grenze auf der Waage knacken und somit sowohl meinem Asthma, als auch meiner damit verbundenen täglichen Tabletten-Ration den Kampf ansagen.