Mach mal blau – Frischzellenkur für den Körper

Endlich ist sie da: die Sonne. Fast schon fasziniert schaut Deutschland in diesen Tagen in den blauen Himmel und sieht meist nichts, außer beruhigendes und gleichzeitig anregendes blau. Blautöne  allein machen allerdings nicht glücklicher. Zusätzlich sorgen die heiß ersehnten Sonnenstrahlen endlich für  gute Laune, Frühlingsgefühle und den ersten Kaffee auf der Terrasse.

Jetzt Vitaminbomben zuführen

Gerade bei diesem Sonnenwetter bekommen wir wieder vermehrt Lust auf buntes Essen. Fünfmal am Tag ist die beste Dosis für frisches Obst und Gemüse. Dieses kannst du bei dem herrlichen Wetter auch gleich auf dem Wochenmarkt frisch kaufen und sich auch noch durch die Sorten testen. Als Faustregel gilt: 1 Portion = 1 Handvoll. Auch frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte können jetzt das Wohlbefinden und unser angekratztes Immunsystem stärken.
Sportler haben einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Ein Mangel an Vitamin B1 macht sich zum Beispiel durch Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Reizbarkeit bemerkbar. Gleichzeitig decken auch Multi-Vitamin- & Mineralstoffgetränke den erhöhten Flüssigkeitsbedarf. Hier gilt die Faustregel für die Frischzellenkur: ein Liter Flüssigkeit pro Trainingsstunde zusätzlich zum normalen Tagesbedarf von circa zwei Liter.

Luft und Liebe

Doch nicht nur durch gesunde Kost können wir unser Wohlbefinden stärken. Auch Frühlingsgefühle, die bei schönem Wetter besonders stark werden, machen uns fitter. Gäbe es Liebe auf Rezept, hätten Krankenkassen vermutlich kaum noch etwas zu tun. Leidenschaftliche Küsse, Händchenhalten, Streicheleinheiten – eine Frischzellenkur für Herzkreislauf- und Immunsystem. Diplom-Psychologin Lisa Fischbach bestätigt: „Körperliche Berührungen streicheln auch unsere Seele. Durch Köperkontakt schütten wir das Bindungshormon Oxytocin aus, das beruhigend und Stress reduzierend wirkt.“

Fitnessstudio gegen Stress

Training, Ernährung, Erholung lautet der Dreiklang eines ganzheitlichen Trainings. Aktuelle Studien zeigen, wie eng diese drei Parameter verknüpft sind und welche Auswirkungen sie auf unser Gehirn und unsere Psyche haben. Wer zusätzlich durch Serotoninüberschuss und Vitaminbomben seine Psyche noch fitter und stressresistenter machen will, trainiert zweimal die Woche im Fitnessclub.
Wissenschaftler der Universität Basel schickten Burn-out Patienten in ein Fitnessstudio. Parallel wurde die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol und der Schlaf der Probanden kontrolliert. Denn, so Johannes Beck, Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Basel: „Die Veränderungen der Stresshormonregulation und des Schlafes sind die robustesten biologischen Marker, die bei Stresserkrankungen wie Depression und Burnout zu beobachten sind“.
Die Idee des Wissenschaftlers leitet sich aus der Frühzeit der Menschheit ab, als Hormone den Menschen für Kampf oder Flucht mobilisieren mussten. „Wenn die Natur vorgesehen hat, dass auf eine heftige Hormonausschüttung Bewegung folgt, wieso machen wir es mit unseren Patienten nicht einfach genauso?“ Die Ergebnisse scheinen das zu bestätigen. Die Ausschüttung der Stresshormone wird durch Sport reduziert, die Probanden schlafen besser und der Erschöpfungsteufelskreis aus Stress und schlechtem Schlaf wird so durchbrochen.