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22. Mai 2017
Gastbeitrag

Franziska, Praktikantin Marketing & Strategy Fitness First

Jackfruit als Fleischersatz

Warum sich die Riesenfrucht zum Food Trend mausert

Jackfruit

Über 148.000 Einträge auf Instagram unter dem Hashtag #jackfruit. Da hat sich wohl ein neuer Food Trend etabliert. Die Jackfruit wird im Netz momentan als DER Fleischersatz überhaupt gehandelt. Doch was ist dran am Hype? Hält die Frucht aus der Ferne was sie verspricht und wie schmeckt sie tatsächlich? Ich habe mir die Wunderfrucht mal näher angeschaut.

Jack…Was?!

Als ich im World Wide Web mal wieder auf der Suche nach neuen interessanten Rezepten bin, auch gerne ohne Fleisch, stoße ich relativ schnell auf den Begriff Jackfruit. Jack… was?! Etwas meiner Zeit hinterher, finde ich heraus, dass die sogenannte Jackfrucht als neuer Fleischersatz unter den Foodbloggern gehypt wird. Unter dem Hashtag #jackfruit existieren bereits über 148.000 Einträge auf Instagram. Doch was genau ist die Jackfruit, wo kommt sie her und was kann man in der Küche aus ihr zaubern?

Facts zur Jackfruit

Die Jackfruit kommt ursprünglich aus dem Süden Asiens und gehört zur Familie der Maulbeerengewächse. Sie wird auch Jackbaumfrucht oder Jakobsfrucht genannt. Portugiesische Seefahrer brachten sie einst nach Brasilien, wo sie noch heute gerne als Snack für zwischendurch verzehrt wird. So entdeckt man dort viele kleine Händler am Straßenrand, die sie roh und in kleinen Portionen anbieten.

Mit einem Durchmesser von 25-30 cm ist sie keine zierliche Beere, sondern zählt zu den größten Baumfrüchten der Erde. Wenn sie reif genug ist fällt sie auch schon mal aus knapp 25 Metern Höhe mit einem dumpfen Aufprall vom Jackfruchtbaum zu Boden.

Jackfruit

Äußerlich erinnert sie ein bisschen an eine überdimensionierte, grüne Litschi, was an der runden Form und an den Noppen, mit denen sie übersäht ist, liegen mag. Im Inneren der Jackfruit verbergen sich gelbe, ca. feigengroße Fruchtfleischtaschen. Je reifer sie wird, desto weniger klebrigen Saft sollte sie absondern, äußerlich eine braun-grünliche Farbe annehmen und einen intensiven, süßlichen Geruch verströmen.

Jackfruit
Jackfruit

Was kann der neue Stern am Foodblogger-Himmel?

In unseren Supermärkten sucht man die Jackfruit vergeblich, lediglich ein paar kleine Obsthändler haben ihr Potential erkannt und bieten sie zum Verkauf an. Will sich unsereins selbst von der Jackfrucht überzeugen, bleibt zum Glück immer noch das Internet, wo man sie online bestellen kann.

Wenn man die harte Schale öffnet, erwarten einen viele kleine gelbe Fruchtsamen. Genauso wie der Geruch vermuten lässt, schmeckt sie roh und reif natürlich süß, viele beschreiben den Geschmack als einen Mix aus Ananas und Banane. Doch was macht die Jackfruit nun so besonders?

Wie bei fast allem im Leben, sollte man besonders auf die inneren Werte achten. Die Jackfrucht ist reich an Mineral- und Ballaststoffen. Außerdem enthält sie vor allem eins: Kohlenhydrate. Deshalb wird die Jackfruit in ihren Heimatländern auch als Ersatz für Reis gehandelt. Beim Blick auf die Inhaltsstoffe der Jackfrucht lohnt sich allerdings auch ein Vergleich mit unserer heimischen Kartoffel. Beide strotzen sie nur so vor Kohlenhydraten, wobei die Kartoffel in Sachen Eiweiß sogar noch mehr punkten kann, denn die Jackfruit enthält nur etwa 1,7g Eiweiß pro 100g, die Kartoffel kommt auf ca. 2 g.

Kann die Jackfruit als Fleischersatz dienen?

Wenn die Jackfruit als Fleischersatz gehandelt wird, kann dies also nicht unbedingt an ihren Nährstoffen liegen, da ihr Eiweißgehalt dafür zu gering ist (100g Rindersteak können 28g Eiweiß vorweisen). Vielmehr ist es das Geschmackserlebnis, das überzeugt!

Um ein herzhaftes Aroma zu erhalten, muss die Jackfruit unreif verarbeitet werden, da sie im reifen Zustand viel zu süß und somit als Fleisch-Imitation fehl am Platze wäre.

Jackfruit

Ein beliebtes Rezept, wenn es um die Verarbeitung ihres Fruchtfleischs geht, ist der Jackfruit-Burger.

Hier wird das unreife Innenleben der Jackfrucht in feine Streifen geschnitten und in Öl kräftig angebraten. Wichtig ist, dass die Jackfruit-Streifen ordentlich gewürzt werden, da sie ohne Zugabe von Gewürzen doch recht geschmacksneutral sind. Pfeffer, Salz, Curry, Chili-Flocken oder auch eine gepresste Knoblauchzehe, hier sind der Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt!

Durch das Anbraten und das anschließende Würzen erhält man die perfekte Fleischimitation: faserige Streifen, die Dank der Zubereitung stark an Pulled Pork erinnern. Zwischen zwei Hamburgerbrötchen, gespickt mit Salat, Zwiebelringen und Barbecuesoße, lässt sich ein Unterschied äußerlich und auch auf der Zunge kaum feststellen.

Somit sind es wohl die Konsistenz und der anschließende Geschmack, der die Jackfruit, zumindest in diesen Punkten, zum adäquaten Fleischersatz macht! Da sie allerdings nur in den Tropen wächst, ist ein Transport zu uns nach Europa aus ökologischen Gesichtspunkten jedoch eher fraglich.

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FIBO

Die Suche nach einem Praktikumsplatz für meinen Master im Studiengang Sportmanagement hat mich schließlich zu Fitness First geführt. Ich bin selbst schon immer sportlich aktiv, sei es im Studium durch Kurse in verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel Leichtathletik oder Badminton und natürlich auch in meiner Freizeit auf dem Fußballplatz. Durch mein Praktikum bei Fitness First habe ich nun die Möglichkeit, mein Wissen rund um das Thema Fitness zu erweitern und die Praxis hautnah mitzuerleben!

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Gastblogger

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Dies ist ein Text von unseren Gastautoren. Dazu zählen unsere internen Fitnessexperten und Partner, wie Reebok oder Eat Smarter. Auch bekannte Blogger aus den Bereichen Fitness, Yoga oder Reisen bloggen für uns.