Rebecca

Heilkunst: Kinesio-Tape

So klebst du den Schmerz weg!

Früher klebten die bunten, dehnbaren Streifen nur auf Fußballern, Athleten & Co. Mittlerweile begegnen wir Kinesio-Taping auch im Alltag. Kein Wunder: mit etwas Übung klebst du den Schmerz einfach selbst weg! Woher’s kommt und wie du das Kinesio-Tape richtig anwendest.

Was ist ein Kinesio-Tape?

Das Kinesio-Tape ist ein hochelastisches, selbstklebendes Stoff-Pflaster. In der Physio-Therapie wird es überwiegend bei Verletzungen oder Entzündungen von Muskeln, Bändern oder Gelenken eingesetzt.

Ein Kinesiologie-Tape (korrekt ausgesprochen) aktiviert und unterstützt die Selbstheilungskräfte des Körpers.

Viele Sportler und Fitness Blogger schwören darauf – allerdings ist die Wirksamkeit wissenschaftlich bislang nicht bestätigt.

Woher kommt Kinesio-Taping?

Ursprünglich stammt das Kinesio-Tape aus der japanischen Heilkunst – 1973 entwickelt von dem Chiropraktiker Kenzo Kase.

Die (damalige) Erkenntnis: Durch das Anbringen von Tapes wird die Bewegungsmöglichkeit nicht vollständig eingeschränkt. Und letzteres zieht den Heilungsprozess oft unnötig in die Länge. Vielmehr wird die Muskulatur mit dem Kinesio-Tape konstant und gleichmäßig massiert.

Wie wirkt das Kinesio-Tape?

Die dehnbaren Streifen üben bei jeder Bewegung einen Zug auf die oberen Hautschichten aus. Das regt Durchblutung und Lymphfluss an.

Gleichzeitig werden die Nervenenden gereizt. Das wiederrum beeinflusst dein Schmerzempfinden sowie die Muskel-Aktivitäten positiv. Entscheidend ist, mit welcher Spannung und Zugrichtung die Tapes angebracht werden.

Und wie verhält es sich mit den Kinesio-Tape-Farben? Rot wird eine aktivierende Wirkung nachgesagt. Blau eine beruhigende, kühlende. Wie bereits oben beschrieben, sind die Effekte allerdings nicht eindeutig belegt.

So klebst du richtig: Kinesio-Tape-Anleitung

Da du beim Kinesio-Taping genau das Gegenteil des gewünschten Effekts erreichen kannst, empfehlen wir dir, dich zunächst von einem Fachmann/Therapeut tapen zu lassen. Wenn er dir gezeigt hat, wir es richtig geht, haben wir folgende Tipps zum Selberkleben:

  1. Vorbereitung

Enthaare bzw. rasiere die Stelle, die du behandeln willst. Der direkte Hautkontakt verbessert die Wirkung und Kinesio-Taping haftet besser.

  1. An-/Abbringen

Runde die Ecken mit einer Schere ab und reiße die Schutzfolie vorsichtig auf. Ziehe sie am besten beim Verkleben nach und nach ab – dadurch berührst du die Klebeseite nicht. Klebe das Kinesio-Tape entweder auf den gedehnten oder den leicht zusammengezogenen Muskel (je nach Beschwerden). Nach dem Anbringen mehrfach darüberstreichen.

Nach 5-7 Tagen entfernst du die Tapes (mit etwas Speiseöl geht’s leichter). Eventuell noch mal erneuern.

  1. Nebenwirkungen?
  • Es ziept unangenehm oder schnürt ein? Dann hast du mit zu viel Zug geklebt!
  • Die Haut juckt? Du reagierst eventuell allergisch auf den Kleber – Kinesio-Tape bitte ablösen!
  • Kinesio-Taping sollte rasch und minimal deine Schmerzen lindern. Falls nicht: Geh‘ bitte zum Arzt!

Rebecca

Rebecca

Als ausgebildete Online-Redakteurin und ehemalige Radio-Moderatorin schreibe ich diverse Texte rund um Fitness, Ernährung und Lifestyle für alle digitalen Kanäle von Fitness First. Wie ich mich selbst fit und gesund halte? Ich lebe seit 23 Jahren vegetarisch, bin militanter Tierschützer und bewege mich gerne an der frischen Luft. Zu Hause halten mich meine zwei flauschigen Mitbewohner auf Trapp.