Gastbeitrag

Jenny Tondl, Gastbloggerin

Laufen bei Kälte –

Tipps und Tricks für Winterläufer

Auch wenn er aktuell noch auf sich warten lässt: Der Winter kommt, und mit ihm die Frage, wie man den Umstieg vom leichten, kurzen Laufshirt auf eine kältetaugliche Laufgarderobe schafft. Laufen im Winter bei eisiger, klarer Luft, ist toll und gesund – aber eben nur, wenn man den Körper richtig darauf vorbereitet und eine entsprechende Kleidung trägt. Wie du dich und deine Läufe wintertauglich machst, erfährst du in diesen Tipps!

Zwiebellook bei Kälte

Im Winter sollte deine Laufkleidung aus mehreren Schichten bestehen. Als unterste Schicht eignet sich ein Funktionsshirt, das den Schweiß vom Körper weg leitet, sowie eine Thermo-Tight. Darüber kannst du ein Fleece-Shirt und eine Weste oder Laufjacke und eine weitere Laufhose ziehen. Was bei trübem Winterwetter und dunklen Abenden besonders wichtig ist: Mach dich sichtbar! Hierfür gibt es allerhand Möglichkeiten: Kauf dir eine Stirnlampe oder reflektierende Kleidung. Es gibt Stirnbänder, Mützen und sogar Laufhosen und Jacken, die teilweise oder ganzflächig reflektieren und dich somit unübersehbar für Autos und Radfahrer machen.

Was deine Laufschuhe angeht, solltest du darauf achten, dass sie wasserdicht sind, denn nichts ist schlimmer als mit nassen Socken in den Schuhen durch den Schnee zu laufen und sich zu wünschen, bloß bald wieder zuhause zu sein!

Ebenfalls sehr wichtig bei Minusgraden sind eine wärmende Mütze und Handschuhe, die dich vor dem Auskühlen bewahren. Wichtig ist, dass du dich der Temperatur entsprechend anziehst – nicht zu warm und nicht zu kalt! Ideal ist es, wenn du in den ersten Minuten draußen leicht fröstelst. Ist das Gegenteil der Fall, und du schwitzt schon vor der Tür, dann solltest du lieber wieder eine Schicht ausziehen. Je öfter du in der Kälte laufen gehst, desto besser wird dein Gespür dafür werden, welche Klamotten bei welchen Temperaturen angemessen sind.

In der Wohnung aufwärmen und langsam starten

Damit du draußen direkt loslaufen kannst, solltest du dich drinnen im Warmen bereits aufwärmen. Hierzu genügen ein paar Jumping Jacks, Ausfallschritte oder ein paar Minuten Seilspringen.

Wenn du nach draußen gehst, solltest du nicht sofort mit voller Power losrennen. In der Kälte benötigen unsere Muskeln nämlich deutlich länger, um warm zu werden. Bevor es also mit anspruchsvollen Sprints losgeht, solltest du dich etwa 15 Minuten gemächlich einlaufen und deinem Körper erst einmal etwas Zeit geben, sich an die harsche Temperatur zu gewöhnen.

Ab in den Schnee!

Er ist endlich da, der erste Schnee? Perfekt! Dann los raus mit dir, denn der beste Schnee fürs Lauftraining ist der frische Neuschnee. Er ist leicht und fluffig und gibt dir einen guten Halt.

Viele kleine Runden statt eine große

Du möchtest heute unbedingt einen richtig langen Lauf machen und das traumhafte Winter-Wonderland genießen? Dein Vorhaben in allen Ehren, aber denke daran, dass die erschwerten Bedingungen bei Kälte dir leicht einen Strich durch die Rechnung machen können. Jetzt ist definitiv nicht die Zeit, um neue Grenzen auszutesten – denn wenn du die letzten Kilometer nicht mehr schaffst und gehen musst, läufst du Gefahr auszukühlen und dich böse zu erkälten.

Deshalb solltest du deine Strecke in mehrere kleine Runden aufteilen, so dass du stets schnell nach Hause zurückkommst, falls die Kälte dir zu stark zusetzt oder du auf dem glatten Boden ausrutscht und dich verletzt. Bei sehr kalten Temperaturen ist die Gefahr übrigens groß, dass dein Handy kapituliert, also nimm in jedem Fall etwas Geld mit, damit du zur Not ein Taxi oder den Bus nehmen kannst.

Viel Spaß bei deinen Winterläufen!