Gastbeitrag

Daniela Döge, butterflyfish.de

Mein Mama-Motivations-Programm

Ich gebe zu, seit ich Mutter bin schwankt mein Gewicht enorm. Durch die Stillerei habe ich einiges an Pfunden zwar schnell wieder verloren und war kurzzeitig sogar schlanker als vor der Schwangerschaft.

Nach der Elternzeit stieg das Gewicht allerdings wieder rapide an. 5 Kilo mehr hatte ich auf der Waage, dank null Bewegung, einem Job im Sitzen und definitiv falscher Ernährung (ein Schokoriegel minimum am Tag macht alles, nur eben nicht schlank).

Phasenweise wollte ich ihn wieder haben, den viel propagierten „Traumbody“, bin drei- bis viermal die Woche in´s Studio gerannt und habe mir die Kilos mühevoll abtrainiert. Um sie mir dann wieder anzufressen. Mein Gewicht schwankte in den letzten sechs Jahren von 65 auf 58 und rauf auf 75 Kilo. Jetzt müssen sie wieder runter.

Fotolia.com – Svetlana Fedoseeva

Und mir fehlt die Motivation.

Mein größtes Problem: Mein Kind und die fehlende Motivation. Wer geht schon entspannt joggen, wenn das Kind zu Hause sitzt, von langen Trainingseinheiten im Studio ganz abgesehen (klar, auch bei Fitness First gibt es eine tolle Kinderbetreuung, aber für mich gehört neben Sport eben auch ein ausgiebiger Saunabesuch und im Anschluss eine lange Dusche dazu…unter zweieinhalb bis drei Stunden komme ich da nicht mehr raus).

Aber es hilft alles nichts, wer sich motivieren will, muss sich Zeit für sich selbst nehmen.

Meine Motivationstipps für Mütter

Such dir eine Gleichgesinnte

In der Kita oder Schule oder auch im Freundeskreis gibt es sie, die Gleichgesinnten Mütter und Väter, die euch beim Joggen mit dem Kinderwagen begleiten, einen Yogakurs besuchen oder mit euch im Fitnessstudio schwitzen.

Langsam anfangen

Von 0 auf 100? Eventuell sehr schnell auch sehr frustrierend. Wer lange keinen Sport gemacht hat, muss erst langsam wieder Kondition aufbauen. Fangt langsam an. Aber fangt an. Und wenn ihr nur 20 Minuten um den Block rennt (oder geht) oder im Bad meditiert.

Finde deinen Sport

Laufen? Schwimmen? Radfahren? Basketball? Was macht dir Spaß? Rausfinden durch ausprobieren! Heute darf die Freundin aussuchen, nächste Woche ich. Mitmachen und durchhalten.

Verabrede dich

Feste Tage, feste Zeiten helfen dir, dran zu bleiben. Einfach die Kids mitnehmen und sich dich jeden Donnerstag nach Schule/Kindergarten treffen und mit den Kids und Trainingspartnerinnen (oder Trainingspartner!)  durch den nächsten Park rennen. Kinder rauf auf´s Fahrrad oder rein in den Kinderwagen. Yoga ist erst am Abend? Fragt das andere Elternteil…Alleinerziehend? Dann vielleicht noch eine dritte Mutter mit einbeziehen, die die Kids übernimmt. Baue dir ein Netzwerk auf!

Ziele setzen

Du willst einfach nur wieder mehr Kondition aufbauen? 100 Tage Sport machen? Deine Ernährung ändern oder dich einfach gemeinsam mit deinen Kindern mehr bewegen? Setze dir Ziele und halte sie ein. Für die, die es brauchen: Gönne dir eine Belohnung. Die ersten 30 Tage durchgehalten? Einmal lecker Essen gehen oder die neuen Laufschuhe oder…

Hör auf dich zu wiegen!

Meine Waage habe ich weggeräumt, denn was frustriert mehr, als ein Monat Sport, aber kein Kilo weniger! Schau lieber in den Spiegel, sind die Arme straffer, die Silhouette vielleicht schon verändert?

Ändere deine Ernährung

Seien wir mal ehrlich, Sport macht Spaß, schön und glücklich, aber letzten Endes ist es die Ernährung, auf die es ankommt. Wenn ich zwei Stunden auf dem Laufband schwitze und mir am Ende doch wieder den Schokoriegel, den Kaffee mit Zucker und das Croissant gönne, dann wird das nichts. Schreibe auf was du isst. Und setze dich mit dem, was du isst, auch mal auseinander. Was ist da eigentlich drin, was ist der Unterschied zwischen „guten“ und „bösen“ Fetten… wer weiß, was er isst, weiß auch, worauf er besser verzichten sollte.

Dranbleiben!

Einfacher gesagt, als getan. Im Prinzip dauert es bis zu 100 Tage, bis der Körper sich mit einer Änderung abfindet – zumindest habe ich das irgendwo gelesen. In den ersten 30 Tagen stellen sich die Zellen um, danach steigen wir in die emotionale Phase ein, die es uns schwieriger macht, alles auch durchzuziehen – unser Ego steht Veränderungen eben sehr kritisch gegenüber. Erst gegen Ende merken wir dann, dass unsere Änderung inzwischen selbstverständlich geworden ist.

Chill mal Mama!

Natürlich darfst du die Pausen nicht vergessen! Der Stress ist groß, die Arbeit zu viel, die Kinder in einer nervigen Phase? Suche dir kleine Glücklichmacher, die 15 Yogaminuten im verschlossenen Bad, Atemübungen unter der Dusche, die schnelle Gesichtsmaske oder frage eben einfach mal deinen Partner: Mach mal du, ich brauch ne Pause. Und dann erstmal raus.

Ich versuche es mit dem 100-Tage-Plan und zum Muttertag geht´s los. Weniger wiegen, jeden Tag Bewegung, mehr Obst, weniger Schokolade. Mein Kind hat schon angemeldet: „Mama, du musst endlich wieder Sport machen, dann meckerst du nämlich weniger mit mir. Ich mach auch mit: Du läufst, ich radle nebenher! Wie früher!“

Na dann geht´s los. Wer ist dabei?!

Fotolia.com – weseetheworld

Dani schreibt auf butterflyfish über Leben und Reisen mit Kids. Sie ist 35 und lebt mit 2 Kindern und Kerl in Berlin direkt am Wasser. Zeit für Sport möchte sie sich immer nehmen, auch mit Kind und trotz innerem Schweinehund.

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