Gastbeitrag

Reebok

Wecke die Bewegungslust in dir: Nils Schumann im Interview

Der 800 Meter Olympiasieger und Fitness Coach ist neuer Reebok Markenbotschafter

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14.3.2015, 13.00-15.00 Uhr – Berlin, Platinum Club Zehlendorfer Welle

21.3.2015, 11.30-13.30 Uhr – Hamburg, Platinum Club Jungfernstieg

28.3.2015, 12.30-14.30 Uhr – Frankfurt, Platinum Club Ostend

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Im Winter, so heißt es oft, schafft der Läufer seine Grundlagen für die Wettkämpfe und Laufeinheiten im Frühjahr und Sommer. Auch bei unserem Partner Reebok gibt es keineswegs eine “Laufpause”. Das Thema Fitness Running wird im kommenden Jahr eine führende Rolle bei Reebok spielen. Anfang März wird Reebok in diesem Bereich eine neue Produktinnovation launchen. Unterstützung erhält unser Partner dabei ab sofort von Olympiasieger und Fitness Coach Nils Schumann. Der 36-Jährige gewann 2000 bei den olympischen Sommerspielen in Sydney die Goldmedaille über 800 Meter und ist seitdem der letzte Laufolympiasieger Deutschlands. Doch Nils Schumann ist nicht nur Laufprofi, sondern seit Jahren auch als Personal Trainer, Fitness Coach und Motivationstrainer tätig und bringt mit dieser Kombination ein einmaliges Wissen mit.

Auf dem Höhepunkt seiner sportlichen Laufbahn angekommen, geriet die Karriere ins Stocken. Schumann musste mit einer langen Verletzungsserie kämpfen und schaffte es nicht, an seine vorangegangenen Erfolge anzuknüpfen. Im Jahr 2008 folgte ein Comeback-Versuch, 2009 schließlich die Entscheidung, die Profikarriere zu beenden.

Er absolvierte eine Ausbildung zum Personal Trainer, organisierte erste Lauf- und Fitnesscamps und begann sich als Schirmherr für Stadtläufe zu engagieren. Heute besitzt er mit der Prana Sportslounge ein eigenes Personal Training Studio in Erfurt, hält regelmäßig Workshops und Vorträge und ist als Fitness- und Motivationscoach aktiv. 2015 nimmt Nils Schumann zum ersten Mal am Reebok Spartan Race, der weltweit größten Obstacle Racing Serie, teil. Unsere Kollegen von Reebok haben den Olympiasieger in diesen Tagen interviewt und befragt welche Tipps er für Hobbyläufer parat hat:

Die meisten Menschen verbinden mit Nils Schumann den Olympiasieger über 800 Meter bei den Spielen in Sydney. Wie war es damals für dich, olympisches Gold zu gewinnen?
2000 war ich gerade 22 Jahre alt, noch ein junger Athlet und meine ersten olympischen Spiele lagen vor mir. Ich habe sehr hart dafür trainiert, hatte aber gleichzeitig keine Erwartungen an die Wettkämpfe – das hat sich schließlich als meine größte Stärke herausgestellt. Für mich war es allein schon eine Ehre, überhaupt am Finale des 800 Meter Laufes teilnehmen zu dürfen. Ich hatte aber keinesfalls mit dem Sieg gerechnet. Das war eine große Überraschung für mich. Seither ist es jedes Jahr aufs Neue eine große Ehre, an diesen Sieg erinnert zu werden, auch von vielen Menschen, die ich persönlich nicht kenne, die aber damals das Finale am Fernseher oder im Radio mitverfolgt haben und auch heute noch mit vielen positiven Erinnerungen verbinden.

Wie hat sich dein Leben nach dem Olympiasieg verändert?
Natürlich gab es zu Beginn ein großes Medienecho. Ich war gerade erst 22 Jahre alt und wurde schon mit dem Titel „Sportler des Jahres“ geehrt. Am Anfang fand ich das toll und sehr aufregend. Aber wie eine Medaille hat alles zwei Seiten und so kamen mit dem Erfolg auch Berichte über mein Privatleben und es fiel mir zunehmend schwer, als Privatperson so in der Öffentlichkeit zu stehen. Dazu kam das Gefühl, als Sportler schon alles erreicht zu haben. Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt oft gefragt: „Was kommt jetzt? Was kann ich noch erreichen?“ Ich habe mich teilweise orientierungslos gefühlt und es fiel mir schwer, mir neue Ziele zu setzen. Damals hätte ich mir einen Mentaltrainer, wie er heute im Sport fast üblich ist, sehr gewünscht. Deshalb habe ich mich auch selbst dazu entschieden, in diesem Bereich als Coach Fuß zu fassen.

Du wirst immer 800 Meter Olympiasieger bleiben. Dennoch bist du heute nicht mehr nur Läufer, sondern auch Fitness Coach und hast zum Beispiel auch eine Yoga Lizenz. Wie ist es zu dieser neuen Ausrichtung gekommen?
Nach 15 Jahren Leistungssport kam ich irgendwann an den Punkt, in meinem Leben etwas Neues beginnen zu wollen. Dass ich dem Sport treu bleiben würde, stand für mich nie außer Frage, aber ich wollte nicht mehr im Leistungsbereich agieren. Deshalb entschied ich mich für eine Ausbildung zum Personal Trainer und habe schnell gemerkt, dass ich hier noch eine Menge lernen und meinen Horizont erweitern kann. Ich arbeite heute nicht nur mit Sportlern, sondern auch mit Älteren und auch unfitten Menschen. Außerdem spielen die Bereiche Reha und Ernährung eine wichtige Rolle, die mir abseits des Leistungssports neue Perspektiven gegeben haben. Der Fitnessmarkt ist so dynamisch, dass ich mich ständig weiterentwickeln kann und das finde ich unheimlich spannend. Seit einiger Zeit habe ich zum Beispiel auch CrossFit für mich entdeckt und bin gerade dabei, meinen Level 1 Trainerschein zu erwerben.

Seit 2014 bist du Markenbotschafter der Fitnessmarke Reebok. Welche ersten Erfahrungen verbindest Du mit dieser Marke?
Mit Reebok verbinde ich ein ganz besonderes Erlebnis, denn Reebok war mein allererster Ausrüster. Damals, ich glaube es war 1994, war ich noch ein junger Sportler ohne Erfahrung und habe mich mit meinem ersten Ausrüstervertrag ganz besonders gefühlt. Dieses Gefühl werde ich nie vergessen. Ich habe auch heute noch einige Reebok Teile von damals zu Hause. Sie erinnern mich immer wieder an diese besondere Zeit und den Anfang meiner Karriere zurück.

Reebok steht für einen fitten Lebensstil und verfolgt die Werte, sich gemeinsam mit anderen mental und physisch fit zu halten. Was verbindest du mit diesen Werten?
Ich finde diese Werte nicht nur für sich stehend sehr wichtig, sondern auch, dass sie im Einklang miteinander stehen. Das oberste Ziel im Leben sollte es sein, sich glücklich zu fühlen und diese Werte spielen für das eigene Glück eine wichtige Rolle – nicht nur im sportlichen Bereich, sondern auch allgemein. Ich habe es schon oft erlebt, dass Menschen zu verbissen sind, vor allem im Wettkampfsport. Dabei sollte man gerade hier im Einklang sein, dann kann man daraus auch Vorteile für andere Lebensbereiche ziehen. Wer etwa einen stressigen Bürojob hat, fühlt sich nach einem Workout am Abend nicht nur körperlich, sondern auch mental viel besser und ausgeglichener als zuvor. Deshalb sollte regelmäßige Bewegung für uns alle selbstverständlich sein.

Zu einem umfassenden Fitnesstraining gehören auch regelmäßige Laufeinheiten. Warum ist sogenanntes „Fitness Running“ die perfekte Ergänzung im Trainingsplan?
Laufen ist für mich die Grundbewegungsform schlechthin, denn jeder erlernt es schon von klein auf. Meiner Meinung nach sollte daher jeder in der Lage sein, mindestens eine Stunde am Stück laufen zu können. Man braucht wenig Aufwand und kaum Equipment und trotzdem hat es eine so hohe Effizienz. Daher sollte es immer ein wichtiger Bestandteil des Fitnesstrainings sein.

Wie siehst du den Trend „Laufen“ in Deutschland? Welche Veränderungen haben sich hier deiner Ansicht nach in den letzten Jahren vollzogen?
Ich sehe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Leider gibt es keine deutschen Sportler mehr, die mit der Weltspitze mitlaufen können. Ich bin der letzte Laufolympiasieger Deutschlands und mein Sieg liegt inzwischen auch einige Jahre zurück. Dennoch sehe ich, dass der Laufsport auch hierzulande nicht stehen geblieben ist. Es gibt eine große Dynamik in der Laufszene. Bestzeiten und Platzierungen rücken dabei immer weiter in den Hintergrund, Erlebnisse und das Gefühl des Besonderen hingegen immer weiter nach vorn. Deshalb werden auch Sportevents wie das Reebok Spartan Race immer beliebter und auch der Trend zum Fitness Running als Teil des eigenen Fitnessprogramms wird immer deutlicher. Trail Running und Obstacles Races sind neu und bieten etwas Unbekanntes, fast schon Militärisches – das ist nicht nur spannend, sondern gleichzeitig auch sportlich eine tolle Herausforderung, denn auch ein Reebok Spartan Race muss man trotz seines Spaßfaktors erst einmal bis ins Ziel schaffen.

Wie oft trainierst du in der Woche und wie setzt sich dein Fitnesstraining zusammen?
Als aktiver Athlet war ich häufig verletzt, daher erlaubt mir mein Sprunggelenk heute nicht mehr allzu intensive Lauftrainings. Ich trainiere sehr abwechslungsreich mit ein bis zwei Laufeinheiten pro Woche – anstelle von zwölf Einheiten zu meiner aktiven Zeit – und ergänze das Laufen durch Krafttraining. Dabei darf der Spaß beim Training auch nie zu kurz kommen. Kürzlich habe ich mit Freunden beispielsweise einen Klimmzug Contest gestartet – auch hier kann man sich kleine Trainingsziele setzen. Generell versuche ich jeden zweiten Tag zu trainieren, mal mache ich Ausdauertraining mit Stretching, dann mehr Krafttraining. Ich gehe aber auch schwimmen, Rennrad fahren und Skilanglaufen.

Welche Ziele verfolgst du auch heute noch in sportlicher Hinsicht?
Das ist ganz unterschiedlich und reicht von Fun Challenges wie dem Klimmzug Contest bis zu größeren Herausforderungen wie dem Reebok Spartan Race. Für mich machen solche Wettkämpfe das Salz in der Suppe aus, mir macht es immer noch Spaß, mich zu messen.

Was sind Deine ultimativen Fitnesstipps?
Mein wichtigster Tipp ist: abwechslungsreich trainieren. So kann keine Langeweile aufkommen. Außerdem sollte man sich immer fragen: „Was tut mir gut?“ Es gibt meiner Ansicht nach nicht den einen Supertipp, muss es aber wahrscheinlich auch gar nicht. Stattdessen sollte man seinen Körper im Alltag adäquat nutzen, also: Treppe statt Fahrstuhl, Fahrrad statt Auto! Und ganz wichtig ist es, dabei Spaß zu haben und die Lust an Bewegung in sich zu wecken. Gerade hier spielen auch Themen wie CrossFit und Obstacle Racing eine besonders große Rolle.

Fitnessexperte

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Diese Artikel schreiben unsere Experten und Partner: Ob National Fitness Manager Alexander Richter, National Group Fitness Managerin Veronika Pfeffer oder unsere Partner und Ernährungsexperten - lies hier den Expertentipp!