Gastbeitrag

Petra Mockenhaupt, Heilpraktikerin

Säure-Basen-Haushalt in Balance

Tipps für einen ausgeglichenen Organismus

 

Nach dem Sport so richtig ausgelaugt? Stress mit dem Chef und wir sind sauer? Diese Situationen kennen wir alle. Stress setzt unserem Körper zu, ebenso wie eine unausgewogene Ernährung. Wie unser Säure-Basen-Haushalt funktioniert und wie man ihn wieder ins Gleichgewicht bringt, wenn er mal aus der Reihe tanzt? Hier erfährst du es.

Leben bedeutet Stoffwechsel

Das heißt, unser gesamter Organismus kann sich den äußeren Bedingungen perfekt anpassen. Durch unzählige Enzyme wird die zugeführte Nahrung nach einem ausgeklügelten System in Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße zerlegt. Daraus entsteht Energie, die uns zur Verfügung steht. Die entstandenen Abfallprodukte und Säuren müssen neutralisiert und entsorgt werden, wofür sogenannte „Puffersysteme“ im Körper sorgen. Sie sorgen für das lebenswichtige, optimale Verhältnis von Säuren und Basen (= Laugen) in unserem Blut und in den Organen. Die angefallenen Säuren werden über das Blut zur Niere und Lunge transportiert und ausgeschieden.

Zu viel Säure durch Stress und falsche Ernährung

Durch unsere moderne, unausgewogene, eiweißreiche Ernährung sowie anaerober sportlicher Belastung, Stress, Schlafmangel und auch Diäten fallen häufig zu viele Säuren an. Diese verursachen im Körper einen Stau; Niere und Lunge schaffen es nicht mehr, die angefallenen Säuren auszuscheiden, ohne Schaden zu nehmen. Der Stoffwechsel der Zellen funktioniert nicht mehr und die überschüssigen Säuren verbleiben im Bindegewebe. Nun muss der Körper seine basischen Mineralienspeicher in Muskulatur und Knochen zum Abpuffern angreifen. Nur so kann der empfindliche ph-Wert des Blutes im optimalen, lebenswichtigen basischen Bereich zwischen pH 7,35 und pH 7,45 gehalten werden.

Säure-Basen-Haushalt
Säure-Basen-Haushalt

Zivilisationskrankheiten als Folge des Ungleichgewichts

Unser Körper ist ein ziemlich komplexes und sehr empfindliches Hochleistungssystem. Die Ernährung hat einen enormen Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt. Eine Ernährung, die proteinreich ist und bei der wenig Obst und Gemüse verzehrt wird, führt schleichend und ohne spezifische Beschwerden zu einer sogenannten latenten Übersäuerung. Viele Zivilisationskrankheiten wie zum Beispiel Herzerkrankungen, Osteoporose, Diabetes, Migräne, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Allergien usw. werden auf den entgleisten Säure-Basen-Haushalt zurückgeführt.

Sauer ist nicht immer nur lustig

Was ist nun zu tun, um in Balance zu bleiben? Denn sauer ist nicht immer nur lustig. So paradox es sich auch anhört, saure Früchte wie Zitronen wirken im Körper basisch. Frisches Obst und Gemüse wird überwiegend basisch verstoffwechselt, während alle tierischen Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Milchprodukte) Getreide, Zucker und industrielle Fertigprodukte starke Säurebildner sind. Um den Säure-Basen-Haushalt in Balance zu halten, ist eine basenüberschüssige Ernährung notwendig. Sie besteht zu 80% aus frischem Obst und Gemüse, und zu 20% aus Getreide, Milchprodukten, Fleisch und Fisch.

Säure-Basen-Haushalt
Säure-Basen-Haushalt

Reset für den Körper: Detox Days

Um die im Körper abgelagerten Säuren ab und an aus dem Bindegewebe auszuschwemmen, eignen sich Detox Days, auch Basenkuren genannt. Sie sollten von einem darauf spezialisierten Heilpraktiker oder Arzt angeleitet und begleitet werden. Denn bei einer Entsäuerungskur wird der Stoffwechsel stark belastet und es treten oft leichte Heilreaktionen auf. Mit einer qualifizierten Anleitung können Basenkuren dennoch gut in den Alltag integriert werden.

Detox Days werden nur über eine begrenzte Zeit durchgeführt, ca. 1-2x im Jahr für 1 bis 2 Wochen. Durch gezielte, ausschließlich basische Ernährung, kombiniert mit basischer Hautpflege, moderater Bewegung und Entspannung, kommt es zur Entsäuerung des gesamten Organismus. Nieren, Lunge, Haut, Darm und Lymphsystem werden angeregt und unterstützt, um die gelösten Säuren auszuscheiden. Der Körper belohnt diese Entsäuerung anschließend mit spürbar mehr Energie, guter Laune und Wohlbefinden.

Denn: Krankheiten überfallen den Menschen nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel, sondern sind die Folgen fortgesetzter Fehler wider die Natur. (Hippokrates)

Als Heilpraktikerin betrachte ich Gesundheit ganzheitlich, meine Behandlungsschwerpunkte liegen im Bereich der Naturheilkunde, Ernährung und Prävention. Mein Praxisraum befindet sich in einer Heilpraktiker Gemeinschaftspraxis in Gießen. Kochen ist mein großes Hobby. Ich optimiere bewährte und neue Rezepte für verschiedene Zielgruppen und biete dazu Kochkurse an.

Fitnessexperte

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Diese Artikel schreiben unsere Experten und Partner: Ob National Fitness Manager Alexander Richter, National Group Fitness Managerin Veronika Pfeffer oder unsere Partner und Ernährungsexperten - lies hier den Expertentipp!