Gastbeitrag

Melissa Schumacher, ASANAYOGA

Yoga Tipps: Dinge, die du nicht vergessen solltest

Meine Top-10

Haben dich unsere letzten beiden Beiträge dazu inspiriert Yoga auszuprobieren? Oder bist du schon ein richtiger Yogi? Zweifellos gibt es unzählige unschlagbar gute Yoga Tipps für die Praxis: Ob als Stresstherapie, zur Förderung deiner Gesundheit oder zum effektiven und gleichzeitig schonenden Muskelauf- und Fettabbau. In jedem Fall  forderst und förderst du mit Yoga deinen Körper und deinen Geist, teilweise bis an deine Grenzen.

Yoga ist für jeden geeignet, unabhängig vom Fitnessgrad, vom Alter und den eigenen Beschwerden. Dennoch gibt es eine Menge zu beachten: Ob vor deinem Yoga-Start, während der ersten Schritte und wenn du bereits mittendrin bist. So solltest du gerade am Anfang keinesfalls die Übungen alleine durchführen. Auch kommt es auf die richtige Ausrüstung an, die Voraussetzungen, die du mitbringst und deine innere Motivation.

Schon abgeschreckt? Keine Sorge: Alles halb so schlimm! Ich habe dir meine Top-10 Tipps zusammengestellt, die dir den Start erleichtern sowie deine Freude und deine Motivation an der – meiner Ansicht nach – schönsten und wirkungsvollsten aller Bewegungsarten steigern.

Deine persönliche Yoga-Don’t-Forget-Checklist:

Du musst kein Einzelkämpfer sein!

Klar, Yoga ist nicht wirklich ein Teamsport: Jeder hat seine eigene Matte, es gibt keine Mannschaften und man ist auf sich selbst konzentriert. Dennoch ist es wichtig, dass du die für dich passende Gruppe findest. Such dir einen Kurs, der gefällt, in dem du dich wohl fühlst. Auch zu deinem Yogalehrer solltest du einen guten Draht haben. Er (oder sie) wird deinen Stil prägen, deine Grenzen erkennen und sehen, was dir gut tut – und was eben nicht. Das setzt auch Vertrauen voraus.

Du musst nicht alle Yoga-Stile mögen

Yoga wird seit Jahrhunderten praktiziert und immer wieder erweitert, angepasst, verändert. Inzwischen gibt es eine schier endlose Zahl an Yoga-Stilen. Lass dich dadurch nicht verunsichern und vergiss nicht, dass du auch Präferenzen haben darfst!

Den richtigen Yogastil zu finden, ist eine persönliche Angelegenheit, die Entscheidung triffst alleine du. Manche mögen mehr Twists und schnelle Abfolgen, wie beim Ashtanga- oder Power Yoga. Andere bevorzugen lange und kräftige Halteübungen, dann ist Iyengar Yoga gut geeignet. Daneben gibt es Stile, die den Schwerpunkt auf die spirituelle und geistige Ebene legen, etwa Kundalini Yoga. Am Anfang ist es ratsam, viel zu experimentieren, bis du deinen eigenen Stil gefunden hast. Auch zwischendurch solltest du immer mal wieder über den Tellerrand schauen und etwas Neues austesten. Deine Präferenzen können sich leicht im Lauf der Zeit ändern.

Prüfe deine innere Einstellung!

So unterschiedlich wir sind, sinnvoll ist Yoga für jeden. Die Praxis lässt sich wunderbar auf deine persönlichen und individuellen Voraussetzungen einstellen, zum Beispiel als Surfer oder Kletterer, Fußballer oder Profisportler. Ob du Rückenprobleme hast oder deine Kinder mit einbeziehen willst, ob du Yoga hauptsächlich zur Stärkung oder zur Entspannung üben möchtest. Finde deinen eigenen Yoga-Weg, ohne dich selbst zu überfordern. Und frage dich immer wieder aufs Neue: Was brauche ich, was tut mir gut?

Die richtige Ausrüstung

Genau wie es beim Fitnesstraining auf die richtigen Klamotten und Ausrüstung ankommt oder beim Joggen auf gute Schuhe, sind auch beim Yoga passende Begleiter wichtig. Dazu zählt in erster Linie die richtige Wahl einer hochwertigen Yogamatte. Diese sollte rutschfest und griffig sein, dämpfend und gleichzeitig robust. Bei der Kleidung ist es wichtig, dass sie atmungsaktiv und leicht ist und deine Bewegungen problemlos mitmacht. Es gibt nichts Nervigeres, als wenn du ständig deine Hosen richten musst. Auch ein guter Yoga-Bra (Bustier) kann für Frauen sinnvoll sein. Schuhe brauchst du übrigens keine zum Yoga. Um dir die Praxis zu erleichtern und zu unterstützen, gibt es zusätzlich noch spezielles Yoga-Zubehör, etwa Yogablöcke, -kissen und-gurte. Dein Lehrer wird dir sagen, was für deine Übungen sinnvoll ist.

Plane deine Yoga-Zeit ein und entwickle deine eigene Routine

Prinzipiell kannst du dich an folgenden Grundsatz halten: Lieber kürzer und dafür öfter. Also bestenfalls übst du zwei bis drei Mal pro Woche und planst je nach Bedarf noch  zuhause Übungen ein, die du schon kennst. Eine gute Ergänzung zum Training im Club sind Online-Studios. Hier kannst du dir für einen relativ geringen Abopreis Yogaanleitungen auf deinen Laptop oder dein Tablet zaubern. Bei NewMoove gibt es auch Yoga-Kurse. Wenn du deine individuellen Yoga-Zeiten und genügend Routine entwickelt hast, kann Yoga irgendwann wie Zähneputzen in deinem Alltag integriert sein.

Setz dich auch mit der Yogaphilosophie auseinander

Yoga ist nicht nur körperliche Bewegung. Zu einer ganzheitlichen Praxis gehören genauso die meditativen Momente und die richtige Atemtechnik (Pranayama). Der Ursprung von Yoga liegt im In-Sich-Kehren, in der Gewinnung neuer Energien und der Aktivierung von Kräften. Daher bringt es viel neben den Asanas (Yogahaltungen) auch die Atmung und das Gerüst der Yogaphilosophie mit in deine Praxis einzubeziehen. Don’t forget the spirit!

Respekt und Fairness

Genau wie das Fair-Play im Fußball gehören auch beim Yoga die richtigen Manieren dazu. Zu spät zum Yoga zu kommen ist nicht cool, genauso wie die Verweigerung bestimmter Abläufe vor dem Üben. Wichtig ist es vor allem unbedingt, dass du das Handy ausschaltest! Das gilt übrigens auch für alle anderen Fitnesskurse, aber im Yoga ist es besonders störend.

Yoga ist kein Wettbewerb!

Sich mit anderen zu vergleichen, ist ein sensibler Fehler, den viele Anfänger machen. Vergleiche dich nur mit dir selbst, deinem eigenen Fortschritt und deinen Entwicklungen, nicht mit anderen. Frag dich: „Habe ich Fortschritte gemacht?” und nicht: „Die neben mir kann schon die Taube, und ich bin noch meilenweit davon entfernt.” Beim Yoga geht es um deinen Körper, deine Energien und darum, dass du dich wohlfühlst.

Take your time

Es bringt nichts, in kurzer Zeit möglichst verrückte Verrenkungen zu machen und deinen Körper in bestimmte Asanas zu zwingen. Stattdessen: Nice and Slow – Lass deinem Körper die Zeit, die er braucht. Die hast du beim Yoga. Jeder benötigt unterschiedlich viel Zeit für die Asanas, für die innere Ruhe, für die Harmonie von Geist und Körper. Nimm sie dir! Und freue dich über die kleinen Fortschritte.

Genieß das Gefühl nach dem Yoga

Vergiss nicht, jede Yoga-Stunde zu schätzen und das Gefühl, das die Übungen in dir auslösen. Genau dieses Gefühl ist es, das dich beim nächsten Mal wieder dazu motiviert, auf die Matte zu steigen.

Melissa ist Bloggerin, Yogi-Wannabe und Backpacking-Enthusiastin mit viel Liebe für Umwelt und Natur. Melissas Yoga-Stil setzt sich aus unterschiedlichen yogischen Philosophien von Indonesien, Süd-Korea, der Türkei und Deutschland zusammen. Seit Januar ist sie Teil der ASANAYOGA Familie und ab sofort teilt sie auch für dich im Fitness First Blog ihre Erfahrungen und schreibt als Gastbloggerin.

Autor

Gastblogger

Gastblogger

Lass dich von unseren Gastbloggern inspirieren. Ob Isa und Laura von Run Munich Run, Anne von Asanayoga, Jil Hagen oder unsere eigenen Mitarbeiter hier bei Fitness First: Sie alle teilen hier mit dir ihre Erkenntnisse und Erlebnisse rund um Training, gesundes Essen und Lifestyle. Voller Leidenschaft und definitiv #mehralsfit!