Gastbeitrag

Jenny Strack, Being fit is Fun

Runter von der Straße: Natur erleben beim Trailrunning

Laufschuhe schnüren, GPS-App an uns los: Wer sich mit Laufen fit hält, ist viel an der frischen Luft unterwegs und kennt seine Stadt in- und auswendig. Läufer wissen nicht nur, wie weit ein Kilometer in jede Himmelsrichtung von ihrer Wohnung entfernt ist, sondern auch, wo es um welche Uhrzeit voll ist und wo man am besten Sprints, Hügelläufe oder lange, langsame Runden drehen kann. Weil aber selbst das ausgeklügelte Lauftraining in der eigenen Stadt schnell zur Routine wird, sollten wir unseren Läuferfüßen und auch unserem Kopf mal einen etwas anderen Reiz bieten. Hier kommt das Trailrunning ins Spiel!

Trailrunning, was eigentlich nur das Laufen abseits von befestigten Wegen und Straßen bedeutet, hat sich in den letzten Jahren zu einer wahren Trendsportart gemausert und etabliert. Neben dem Abenteuerfaktor, der zwangsläufig entsteht, wenn man durch Wälder, über Wiesen und in den Bergen läuft, übt Trailrunning noch eine ganz andere Faszination auf Läufer aus; denn auf den sogenannten Trails kehrt man zum Ursprung des Laufens zurück. Weil die Wege oftmals schwieriger zu laufen sind, sei es durch hindernisreichen Waldboden oder große An- oder Abstiege, geht es hier nicht um Schnelligkeit – die GPS-Uhr, die wir sonst beim Laufen niemals aus den Augen lassen, können wir also eigentlich zuhause lassen. Vielmehr geht es darum, das Laufen ganz reduziert zu genießen – ohne Musik auf den Ohren, dafür mit Vogelgezwitscher und anderen Naturgeräuschen um uns herum. Während wir im normalen Trainingsmodus mit starrem Blick die Straßen entlang hetzen, geht es beim Trailrunning vor allem darum, seine Umgebung wahrzunehmen und laufend zu entdecken.

Trailrunning funktioniert prinzipiell überall, wo es keine Straßen gibt. Das kann ein Wald in eurer Stadt sein, aber auch ein Gebirge, das ihr extra nur für einen Trailrunning-Urlaub besucht. In Deutschland bietet sich dazu der Harz an, der noch mit etwas humaneren Steigungen aufwartet, oder auch das Gebiet rund um die Zugspitze. Ich für meinen Teil habe bereits zum zweiten Mal in Folge das Pitztal in Tirol besucht, wo es viele extra gekennzeichnete Routen für Trailrunner gibt. Während Anfänger zum Beispiel mit der Seilbahn auf den Berg hochfahren können, um dann an Seen und wunderschönen Bergpanoramen wieder zurück ins Tal zu laufen, können Fortgeschrittene auch den Aufstieg wagen. Hierbei gilt es, sein Ego zuhause zu lassen; die Pace, wie man sie auf der heimischen Runde gewohnt ist, ist nicht zu schaffen. Vielmehr bedeutet Trailrunning oft eben auch mal ganz stinknormales Wandern – nämlich dann, wenn man steile Abschnitte erklimmen muss.

Auch wenn die Geschwindigkeitsmessung für Hobby-Trailrunner völlig unwichtig ist, macht sich eine Laufuhr mit integriertem Pulsmesser am Handgelenk nicht schlecht. Denn statt der Geschwindigkeit pro Kilometer zählt beim Trailrunning vor allem die Herzfrequenz. Das hat unter anderem den Grund, dass man als Trailrunner oft länger unterwegs ist und sich deshalb nicht bereits am Anfang zu sehr verausgaben sollte. Nach einem Kilometer einen Puls von 180 zu haben, wenn noch fünfzehn Kilometer folgen sollen, ist eher kontraproduktiv!

Was benötigst du fürs Trailrunning?

Laufschuhe- und Kleidung

Für Trailrunning benötigst du natürlich Laufklamotten und gegebenenfalls auch extra Trailrunning-Schuhe, die ein stärkeres Profil haben und dich auch an rutschigen Stellen fest am Boden halten. Dazu gibt es auch Schuhe, welche wasserdicht sind, oder auch solche, die das Wasser extra durchlassen – auch wenn das etwas kurios klingt, laufe ich mittlerweile mit Freude in meinen „durchlöcherten“ Schuhen durch Bäche, denn das Wasser kann sofort wieder ausfließen und tatsächlich trocknen Socken und Fuß dann mit der Zeit wieder.

Trinkrucksack

Da du beim Trailrunning oft mehrere Stunden unterwegs bist und die Umgebung erkundest, solltest du einen Trinkrucksack mitnehmen. Diese gibt es bereits ab 15 Euro zu kaufen und bieten verschieden großes Volumen für jeden Durst. Der Rucksack stört beim Laufen nicht auf dem Rücken, da er eng am Körper sitzt, und ist eine perfekte Alternative zum Trinkgürtel oder der Variante, die ganze Zeit über eine Flasche in der Hand zu halten. Im Rucksack kannst du außerdem noch kleine Snacks, eine dünne Jacke und Sonnencreme verstauen.

Sonnenbrille, Visor & Co

Um dich vor Sonne und / oder Regen zu schützen, solltest du in jedem Fall immer ein Visor oder ein Cap tragen. Nicht fehlen dürfen auch die Sonnenbrille und ein Shirt zum Überziehen, denn vor allem in den Bergen können schnell Wolken aufziehen und die Temperatur verringert sich. Wie bereits erwähnt, ist auch eine Pulsuhr von Vorteil.

Ansonsten brauchst du für das Trailrunning nichts außer jeder Menge Abenteuerlust! Viel Spaß beim Laufen abseits von Asphalt und Straße!

Jenny ist bloggende Endzwanzigerin mit Herz und Motivation für Fitness, Laufen und eine gesunde Ernährungsweise. Sie hat mehr Sporthosen im Schrank als Jeans und tauscht Pumps auch im Alltag liebend gern gegen Laufschuhe. Ihre liebsten Begleiter sind Laptop und Schweiß, natürlich nicht gleichzeitig. Liebste Orte: Starbucks, Laufstrecke, Fitnessstudio oder sonst wo: home is where your workout mat is.

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