Aline vom #Mutcamp Team

#Mutcamp – I’m not an Insta-Queen

Trainingsbericht Aline – Teil 1

Once upon a time…

Kurzer Rückblick: Januar 2018. Eigentlich lag Caros und mein Fokus für dieses Jahr auf ihrem großen Tag – ihrer Hochzeit im September. Und dann schickt sie mir diesen Link. „Bewerbt euch für das #Mutcamp von Fitness First!“. Tja, warum nicht? Das müsste sich doch auch verbinden lassen. Denn ein bisschen in Form kommen vor so einem Tag schadet ja nicht!

Gesagt, getan. Und kurze Zeit später kommt der Anruf. „Wir möchten euch dabei haben!“

Mittlerweile ist Juni. Das #Mutcamp läuft seit einem Monat, alle Teilnehmer sind fleißig am trainieren und Kalorien zählen. Die Truppe ist bunt gemischt. Jeder hat andere Ziele und eine andere Motivation – aber auch wenn wir uns größtenteils kaum kennen, hat sich innerhalb kürzester Zeit eine faszinierende Gruppendynamik entwickelt. Keiner „kämpft“ allein, bei Fragen, Frustration und Erfolgen fiebert jeder in unserer WhatsApp-Gruppe mit. Schon witzig.

Trainingsbericht Aline Teil 1
Trainingsbericht Aline Teil 1
Trainingsbericht Aline Teil 1

#builtthatbooty

Aber was ist meine Motivation? Wo will ich hin? Ich muss keine 20 kg abnehmen oder meinen Körperfettanteil um x Prozent verringern. Klar, „besser“ geht immer. Und eigentlich ist genau das mein Ziel. Ich möchte Sport wieder als etwas in mein Leben bringen, was mir Spaß macht und was einen Ausgleich schafft. Straffer werden wäre auch schön, über 30 macht sich die Schwerkraft auch langsam bemerkbar. Und die ersten Zipperlein, Rücken, ihr kennt das. Aber ich würde lügen, wenn ich behaupte, an diesem Tag im September als „Maid of Honour“ nicht auch in meinem Kleid gut aussehen zu wollen. Klar, niemand stellt die Braut in den Schatten. Aber erinnert ihr euch noch an die Hochzeit von Will & Kate? Und diesen gut geformten Hintern ihrer Schwester und Trauzeugin Pippa? Vielleicht könnte man das als mein Ziel formulieren. 🙂

Wir wurden gewogen. Wir wurden gemessen. Und wir wurden für nicht gut genug befunden.

Okay, ganz so schlimm war es mit Coach Ilka Ashworth nicht! Nichts Neues ist für mich meine kleine Wampe. Zu viel Viszeralfett, der typische Apfeltyp halt. Aber schauen wir uns das im Detail an (ich habe mich noch nie öffentlich so nackt gemacht).

Meine Ausgangswerte:

Körpergröße: 164 cm

Gewicht: 61.0 kg

Fettanteil: 29,4 %

Muskelanteil: 30.7 %

Bauchnabelumfang: 85 cm

Wir werden sehen, wie sich das die nächsten Wochen so entwickelt. Stay tuned. Und was sind die nächsten Schritte? Ich führe ein Ernährungsprotokoll, damit Ilka sieht was ich so zu mir nehme und an welchen Stellschrauben wir so drehen können.

Unser Trainingsplan sieht pro Woche vor:

1x Kraft-Ausdauer (Zirkeltraining, viel Bodyweight)

1x Ausdauer

1x Upper Body

1x Lower Body

Ich bin ja ehrlich gesagt kein großer Bodyweight-Training-Fan, da das fast immer auf Liegestütz, Burpees und Mountain Climbers hinaus läuft. I hate it! Aber: Immer an das Kleid denken.

Challenge yourself

Aber von mehr Sport mal abgesehen – was ändert sich jetzt für mich? Ich habe mir zu Beginn des #Mutcamps eine zusätzliche Challenge gesucht. Ich streiche den Alkohol aus meinem Speiseplan. Warum? Es ist nicht so, dass ich jede Woche abstürze. Aber hier und da ein Glas Wein nach Feierabend mit den Freunden summiert sich dann halt doch. Und ich denke, dass sich meine sportlichen Erfolge auch früher einstellen, wenn ich mir diese leeren Kalorien spare.

Aber es ist gar nicht so einfach. Nicht, weil ich Entzugserscheinungen habe. Alkohol ist nun mal gesellschaftsfähig. Und häufig nerven mich einfach die alkoholfreien Alternativen. Mit Wasser neben einem Glas Wein zu sitzen schockt einfach nicht. Und wenn es dann, wie auf dem Stadtteilfest auf dem ich letztens war, nur Cola, Limo oder ekliges (weil viel zu natriumhaltiges) Wasser gibt – dann vermisse ich das gesellige Glas Wein. Aber es gibt auch Vorteile. Ich teste mich gerade durch alle möglichen Alternativen, z.B. Matcha-Limette-Limo. Allerdings werde ich es mir nicht nehmen lassen, auf Caros Junggesellinnenabschied und vor allem auf ihrer Hochzeit ein Gläschen zu trinken. Da bin ich ehrlich, ich bin auch einfach kein Freund von Extremen. Hab‘ ich durch, hat mir nicht gutgetan, hab‘ daraus gelernt. Wenn ich zu verbissen an Essen, Sport oder whatever heran gehe, geht es mir meistens auf lange Sicht schlechter. Und das will ich nicht mehr.

Trainingsbericht Aline Teil 1

One step at a time

Das heißt im Moment konkret: Kein rohes Eiweiß in rauen Mengen auf meinem Speiseplan. Stattdessen erstmal versuchen, die Naschkatze in mir zu zähmen und mich langsam an ein bisschen Meal prep zu gewöhnen. Eigentlich mache ich seit einigen Monaten ein moderates intermittierendes Fasten. Bisher hieß das für mich, dass ich zwischen 20 Uhr und 12 Uhr nichts esse. Das kollidiert natürlich hardcore mit Training morgens um sieben. Also werde ich an diesen Tagen nicht fasten. Ich muss halt auch auf meine Eiweiß-Aufnahme achten. Wir bekommen bei FOODBOOM jeden Tag Mittagessen, aber da ich mich seit ein paar Wochen vegetarisch ernähre, ist meine Protein-Aufnahme ziemlich bescheiden. Also versuche ich mir jetzt jeden Tag gekochte Eier, geröstete Kichererbsen aus dem Ofen oder Milchprodukte mitzunehmen. Wir werden sehen, wie das läuft.

I’m not an Insta-Queen

Was mir wesentlich schwerer fällt, als „öffentlich“ über meinen Körper, meine Stimmung und alles was sich sonst so in meinem Leben abspielt, zu schreiben, ist, den ganzen Zirkus auf Instagram zu dokumentieren. Wen interessiert schon, was ich frühstücke, wie ich beim Sport aussehe oder mein #ootd? Abgesehen davon hasse ich Selfies. Und die Selfies aus der Hölle sind Spiegel-Selfies. Ja, macht man so. Weiß ich. Find ich immer noch doof. Eigentlich ist für mich nur noch schlimmer jemand wildfremdes im Studio zu fragen, ob er oder sie ein Foto von mir beim squatten macht. Ist ja eigentlich total normal mittlerweile, aber da ich mich selber nach wie vor dabei ertappe, wie ich den Kopf schüttele, wenn ich andere Leute dabei beobachte, dann kann ich nicht sexy vor der Hantelbank posieren. Not happening!

Aber sag niemals nie, vielleicht gewöhne ich mich da noch dran. Hab ja noch 5 Monate Zeit. Und da kann ich bestimmt auch noch ne Menge von unserer Patin Nina lernen. Das erste Treffen war ein richtig schöner Mädelsabend mit geiler Dinkel-Quark-Pizza (ja, das schmeckt wirklich) und viel Gelächter. Mein Fazit bisher: Es wird auf jeden Fall eine spannende Reise.

Die Homestory von Aline und den anderen Teilnehmern und außerdem alle Infos rund ums #Mutcamp, findest du auf unserer Website.

Aline

Aline

Ich bin Digital Food Editorin und liebe meinen Job. Leider geht damit aber auch das ein oder andere Kilo zu viel auf der Waage einher. Mein Ziel? Fit für DEN großen Tag zu werden. Denn meine Freundin Caro heiratet im September und ich bin Trauzeugin. Für das #Mutcamp will ich meinen gesamten Body in Form bringen und bin bereit, alles dafür zu geben.