Caro vom #Mutcamp Team

Rückschritte, die eigentlich Fortschritte sind

Trainingsbericht Caro – Teil 1

Mein Gott hab ich mir nen Kopf gemacht worüber zur Hölle ich diesen Blog-Beitrag schreiben soll! Und ernsthaft, wen soll es interessieren?! Alle anderen Kandidaten wirken viel interessanter als ich und machen auch schon viel krassere Fortschritte. Kilos purzeln, Muskelmasse wird aufgebaut, krasse Ernährungspläne werden durchgezogen. Und da bin dann ich – ich träume vom #athleticbody seitdem ich vor zwei Jahren gemerkt habe, dass meine Gesundheit, meine Figur und damit auch mein Erfolg allein in meiner Hand liegen und dass ich nicht dazu verdammt bin, mollig und unsportlich zu sein. Soweit so gut.

Doch seit Start des Mutcamps mach ich einfach so weiter. Viel Sport und gesunde Ernährung. Kein hartes Verlassen der Komfortzone, kein Mega Muskelkater, keine fünf Eiweiß am Tag. Dass mein Verlassen der Komfortzone ganz woanders stattfindet, nämlich gerade nicht bei Ernährung und Sport, war mir bis dato nicht klar…

Wenn ich über das #Mutcamp oder über Sport allgemein spreche, kommt von vielen Seiten der Satz „Was willst du denn noch? Du kannst dich doch echt nicht beschweren.“ Meist kombiniert mit nem beherzten Handgriff in die ein oder andere Problemzone. Deshalb auch für mich der obligatorische Selbstfindungskurs am Anfang. Was will ich? Ich möchte dass mein Körper widerspiegelt, wie sportlich ich bin (oder sein möchte). Nicht für mein Hochzeitskleid, nicht für meinen Partner. Einfach nur für mich. Und das am besten für immer.

Gut okay – Selbstfindungsnummer – check.

Was ist bisher schief gelaufen?

Meine bisherigen, auch durchaus von Erfolg gekrönten, Bemühungen waren fast vollständig auf schweres Krafttraining ausgelegt. Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich gescheitert bin. Ich bin aus einer kleinen Massephase nicht mehr herausgekommen. Grund dafür: Stress. Leider ließ es sich nicht so gut in mein tägliches Leben integrieren wie gedacht. Denn wie wir alle wissen, das Leben verändert sich. So war’s dann auch bei mir. Ich hab mich selbstständig gemacht, hatte plötzlich drei Projekte gleichzeitig und den Anspruch, viermal pro Woche Krafttraining, plus Cardio und perfekter Ernährung durchzuziehen. Im Nachhinein war das Scheitern vorprogrammiert.

Nächster Schritt: Und nu?

Mein wichtigstes Mantra, das mir direkt beim ersten Trainertermin auferlegt wurde: Ruhezeiten und funktionelles Kraft-Ausdauer Training. Ehhh okay – ich soll jetzt also ein bisschen „Rumhampeln“ und das soll helfen? Na gut – ausprobieren – ich hab ja nix zu verlieren. Und siehe da: Da war er wieder der Spaß an der Bewegung. Nicht nur beim Rumhampeln, sondern ganz plötzlich auch wieder beim Krafttraining.

Und dann kam der Technik-Checkup. „Ich mach das seit zwei Jahren. Das kann ich“. Und die zweite Überraschung  – Nein konnte ich nicht – zumindest nicht perfekt physiologisch. Kopf gerade machen. Stabilität schon in den Füßen, Rücken durchstrecken, Schultern runter. Diese Anweisungen hörte ich an dem Tag gefühlt 100 mal. Und ja, ich war geknickt als die Ansage kam, dass fast sämtliches Gewicht bei den komplexen Grundübungen runter kam und ich mich von Neuem auf die technisch perfekte Ausführung konzentrieren musste. Direkt am nächsten Tag hab ich die Anweisungen umgesetzt und siehe da – keine Rückenschmerzen, nicht mal ein Ziehen im Rücken wie sonst in letzter Zeit.

Trainingsbericht Caro Teil 1
Trainingsbericht Caro Teil 1
Trainingsbericht Caro Teil 1

Rückschritte sind Fortschritte

Jaja – laber Rhabarber. Es ist aber wirklich so. Ich habe mich entschieden, der Selbstständigkeit den Rücken zu kehren und mich wieder fest anstellen zu lassen. Ich glaube, dass ich in meiner neuen Firma bessere Möglichkeiten habe, mich fachlich weiter zu entwickeln als in der Selbstständigkeit, wo man ja letzten Endes nur damit beschäftigt ist, Projekte abzuarbeiten und Kunden zu akquirieren (vor allem ich als derbster Verkäufertyp :-)). Klar ist das ein Rückschritt. Aber ein Scheitern? Keinesfalls. Und ich weiß, dass ich jederzeit in die Selbstständigkeit zurück kann.

Genauso beim Sport. Weniger Gewichte, „Rumhampeln“. Es fühlt sich an wie ein Rückschritt. Eines kann ich allerdings jetzt schon sagen. Wenn ich die technische Ausführung perfekt beherrsche, weiterhin so viel Spaß am Sport und Bewegung habe und bald einen abgestimmten Ernährungsplan bekomme, bin ich – glaub ich – nicht mehr aufzuhalten. Klar, es werden auch wieder Tiefs kommen und es wird nicht immer alles klar gehen was ich mache. Aber schon in der zweiten #Mutcamp Woche habe ich gelernt wo ich ansetzen kann. Nämlich bei mir, meinem eigenen Mindset und den dummen Vorstellungen, die ich von Erfolg und Misserfolg habe. Komfortzone erweitert! 😉

Was für ein genialer Tag mit @boldtype_ginger für FitnessFirst #teambride #mutcamp

Ein Beitrag geteilt von Caro Reis (@caro.fitfox) am

Die Homestory von Caro und den anderen Teilnehmern und außerdem alle Infos rund ums #Mutcamp, findest du auf unserer Website.

Caro

Caro

Mein Ziel? Fit für DEN großen Tag zu werden. Denn ich heirate im September, meine Freundin Aline ist Trauzeugin. Power haben wir definitiv, aber sind wir für unser gemeinsames Ziel auch mutig genug? Für das #Mutcamp wollen wir unsere Komfortzone verlassen. Werde ich mit Hilfe von regelmäßigem und effektivem Training meine Angst vor dem großen weißen Kleid in reine Vorfreude verwandeln können?