Marc vom #Mutcamp Team

Das kölsche #Mutcamp ist gestartet

Trainingsbericht Marc – Teil 1

Trainingsbericht Marc Teil 1

So, da sind wir nun also. Die 180 Tage des Verzichts und des knallharten Trainings haben begonnen. Ernährungsumstellung, Hardcore-Krafttraining, den Spaß am Leben bitte an der Garderobe abgeben. Während Andere sich im Sommer auf eiskalte Süßgetränke und die leckere Grillwurst stürzen, heißt es nun für mich also Wasser, Wasser und ab und zu mal was essen. Aber dann nur Dinkel, Eier und Mucki-Pulver.

 

So stellen sich sicher viele das #Mutcamp von Fitness First vor. Doch den Zahn habe ich mir selbst schon vorher gezogen und das konnte ich auch schon in meinem ersten Gespräch mit meinem Trainer Andreas ausschließen. Denn mein Ziel ist es hier nicht, eine betreute Diät zu machen, die dann nach 180 Tagen beendet ist, sondern ein mit dem Alltag kompatibles Rezept für eine dauerhafte Art zu Leben zu entwickeln. Natürlich mit einigem an Verzicht auf dem Weg dahin, aber mit dem Wissen, das sich in 180 Tagen hoffentlich einiges geändert hat und dann auch wieder eine gewisse Normalität einkehrt.

Andreas und ich haben sehr schnell und sehr gut inhaltlich wie persönlich zueinander gefunden und eine sehr gute Zusammenarbeit aufgebaut.

Andreas ist motiviert, engagiert und mit seinem Profil der perfekte Partner für mich und mein Ziel. Er nimmt sich viel Zeit bei unseren Trainingssessions und ist auch ansonsten immer für mich erreichbar, wenn ich Fragen habe. Und gerade jetzt am Anfang habe ich sehr viele Fragen. Danke an Andi schon mal auf diesem Weg für deine Geduld, Ruhe und hohe Verfügbarkeit. Und an Fitness First für die Auswahl dieses erstklassigen Trainers.

Mach du die Ääd, dann mach ich die Finster

(kölsch für mach du den Boden, dann mach ich die Fenster)

Diäten habe ich – wie alle Dicken…nein nennen wir es politisch korrekter Übergewichtige oder Menschen mit schweren Knochen – bereits sehr viele gemacht. Alle mit dem berühmten Jojo-Effekt. Und als Mann bin ich leider kein Leser der Brigitte, in der ja jede Woche für die geneigte Leserschaft zu lesen ist, wie mega-einfach es doch funktioniert … die Sache mit dem Abnehmen. Die Auto Motor Sport hat das Thema noch nicht für sich entdeckt, und die CT oder Financial Times auch nicht.

Warum Fitness First, wenn (fast) alles auf die Ernährung ankommt?

Für mein persönliches Ziel ist der Faktor Ernährung mit ¾ für dessen Erreichen verantwortlich, Training macht ungefähr ¼ aus. Aber gerade Ernährung ist schwer, in Zeiten von Familie, Job mit Dienstreisen, Alltag, Events etc. – zumal ich echt außer Wasser, Kaffee, Tee und Nudeln nicht kochen kann – und deshalb haben wir schon früh besprochen, dass es eine „alltagskompatible“ Ernährung sein muss, die auch mal eine Dienstreise, einen Kantinenbesuch oder ähnliche Dinge überstehen soll. Und ohne die tatkräftige Unterstützung meiner Familie und insbesondere meiner Frau bei der Umstellung … ich nenne es lieber Anpassung … könnte ich von vornherein mit der weißen Fahne wehen und aufgeben. Hier bereits dafür ein großes Danke!

Also Rahmenbedingungen setzen (bzw. gesetzt bekommen von Coach Andi):

  • 2.400 kcal am Tag
  • Verhältnis Fett / KH / Proteine 30:40:30
  • 1,5 g Protein pro kg Körpergewicht

… läuft (bestimmt auf eine Menge Hunger raus 🙂 )

Achso, und dann war da dieser Beispieltag im Ernährungsplan…

Hähnchenbrust und Salat um 9 Uhr

Ein paar Dinge kamen mir daran doch seltsam vor. Beispiel: Nach dem Frühstück sollte ich um 9 Uhr schon die zweite Mahlzeit zu mir nehmen, bestehend bspw. aus Salat mit Hähnchenbrust. Leckeres Essen, keine Frage, aber nicht wirklich die Zeit, wo ich so etwas essen würde. Außerdem bestand ein Tag aus bis zu 6 Mahlzeiten, wenn auch einige davon in eine einzige Hand passen, aber dennoch ungewöhnlich und für mich Neuland. Natürlich war dies nur ein Tipp und eine Empfehlung, viel wichtiger war die Message, was sich ab nun ändern wird, was geht und was überhaupt nicht drin ist, und natürlich auch, zu welchen Uhrzeiten man essen/nicht essen sollte.

Bisher Gelerntes und Geändertes:

  • Ich stehe teilweise tatsächlich abends in der Küche und bereite Dinge für den nächsten Tag vor.
  • Ich versuche (und schaffe es fast immer), nach dem Abendessen nichts mehr zu essen. Mindestens aber 2 Stunden vor dem schlafen gehen ist Schluss.
  • 1 Stunde VOR dem Training muss Energie hinzugefügt werden. Ich esse also sogar wenn ich keinen Hunger habe, weil das Training ansteht.
  • Magerquark mit Wasser gestreckt ist eine super Alternative zu Jogurt und für mein Ziel eine große Hilfe. Ein paar Beeren rein è „Härrlisch“ würde Rainer Calmund sagen
  • Fleisch und Salat machen auch ohne Kartoffeln satt 🙂
  • Natürlich konnte ich auf der ein oder anderen Grillfeier auch nicht ganz nein sagen, aber immerhin habe ich es geschafft…
  • … in den letzten 4 Wochen keine Süßigkeiten, Chips, Schokolade oder auch Pizza, Burger etc. zu mir zu nehmen. Höchstens mal ein kleiner Nachtisch bei einer Feier oder sowas.

Ich will hier keinem erzählen, dass ich mich nicht einschränke, aber ich hätte es mir schlimmer vorgestellt und auch mit mehr Hunger gerechnet. Und ich weiß, wofür es ist und wie lange dies „andauert“. Natürlich gibt es kein zurück zum Start, was die Ernährung angeht, aber sie wird nach 180 Tagen definitiv anders aussehen als vorher oder während des Mutcamps und auch wieder mal den ein oder anderen Cheat-Day zulassen (müssen). Und natürlich gönne ich mir auch während des Mutcamps mal etwas, aber in dem Wissen, wie besonders dieser Moment ist und dass er auszukosten ist.

Das Krafttraining ist eine spannende neue Erfahrung für mich. Ich habe das letzte Jahr fast komplett auf Ausdauersport gesetzt, bin teils bis zu 3 Stunden Fahrrad gefahren oder habe 90 Minuten Crosstrainer-Sessions absolviert. Jetzt auf einmal Gewichte zu stemmen, ist etwas Neues für mich. Und das in einem Studio (ich trainiere meist in Köln Ehrenfeld), wo die Muskelberge der Mittrainierenden wirklich schon beeindruckende Ausmaße haben. Manchmal glaube ich, ich stemme hier Kindergewichte.

Aber: Ich mache es weder für jemand Anderen oder gar, um hier bei den Anderen Eindruck zu schinden, mit dem was ich hier gestemmt bekomme, sondern ich mache es für MICH, für MICH und nochmals nur für MICH. Und wenn ich mich hier reinknie, verbessere und eine Entwicklung sehe, kann ich zufrieden sein, egal ob der Typ neben mir gerade das Dreifache in die Luft stemmt.

Der Trainingsplan, den Andi mir erstellt hat, ist variabel und herausfordernd, beinhaltet die klassischen Gruppen wie Pull, Push und Beine, sowie Intervall-Kardio und Ausdauer-Kardiotraining. Also alles dabei, was das Herz begehrt…NOT 🙂

Trainingsbericht Marc Teil 1
Trainingsbericht Marc Teil 1

33 Jahre alt? Ist doch alles im Lack. Naja, Gürtel, Hose und Spiegelbild sagen da was Anderes

Also ran an den Speck und dran arbeiten

Um den passenden Plan für mich zu erstellen, haben Andi und ich den Fitness Check von Fitness First durchgeführt. Und was soll ich sagen? Ich bin ein 38-Jähriger, übergewichtiger Asthmatiker im Körper eines kerngesunden 33 jährigen 🙂 Das sagt zumindest der Fitnesscheck, wofür also weitermachen?

Nein, die Frage muss anders lauten: Schaffst du es auch in ein paar Monaten, diese Werte mit weniger Medikamenten zu bestätigen oder gar „noch jünger“ zu sein? Also ran an die Hantel, die Stange, den Seilzug, den Crosstrainer…

Bist du nicht der Typ vom #Mutcamp?

Das Training macht wirklich (meistens) Spaß, es bringt mich an meine Grenzen und ich bin stolz, wenn ich es wieder mal absolviert habe. Cardiotraining ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil, und das ist mir wichtig, denn das hat mir schon immer Spaß gemacht.

Erste Erfolge sind bereits zu sehen und auch solche Aussagen wie „man sieht schon was“ von meiner Frau oder auch nur ein „bist du nicht der Kerl vom #Mutcamp? Weiter so, finde ich echt cool, dass du das machst“ auf der Studiotreppe, motivieren einen, am Ball zu bleiben. Der Weg ist noch lang.

Trotzdem überkam mich Ende der dritten Woche dann doch das erste Tief: Das Gewicht geht und geht einfach nicht weiter runter. Wofür also das Ganze? Nach knapp 3 Kilo in der ersten Woche sind in den beiden Folgewochen gerademal insgesamt ca. 0,5 Kilo runter gegangen. Das ist nicht gerade motivierend. Aber genau, um solche Zwischentiefs zu überstehen und am Ball zu bleiben, habe ich mich ja beim #Mutcamp angemeldet, denn aufgeben ist nun keine Option, ich will ja schließlich auch niemanden hängen lassen, der an mich glaubt.

Daher freue ich mich, wenn mir weiterhin gut zugesprochen wird, ihr mich anfeuert, mir auf Instagram folgt, meine Geschichte in die Welt raustragt und mir somit virtuell in den Hintern tretet, um am Ball zu bleiben. Denn dieses Tief ist überwunden, es wird sicher nicht das Letzte sein, und dann geht es weiter voll auf Angriff.

Nächstes Mal gehe ich auch ein wenig auf meine Grundmotivation ein, die ja auch im Video genannt wird. Gewichtsreduktion, um weniger Medikamente zu benötigen, damit ich mein Asthma im Griff habe. Diesem Thema möchte ich keinen kleinen eigenen Beitrag widmen.

Außerdem habe ich letzte Woche auch die Ehre gehabt, meinen Paten Can kennen zu lernen und das erste Mal mit ihm zu trainieren, auch davon werde ich beim nächsten Mal berichten, so stay tuned.

Die Homestory von Marc und den anderen Teilnehmern und außerdem alle Infos rund ums #Mutcamp findest du auf unserer Website.

Marc

Marc

Ich bin Genussmensch und waschechter Kölner. Mein Ziel dürften viele in ähnlicher Form ebenfalls in ihrem Trainingsplan stehen haben: Gewichtsreduktion. In 180 Tagen #Mutcamp möchte ich die magische 99,9kg-Grenze auf der Waage knacken und somit sowohl meinem Asthma, als auch meiner damit verbundenen täglichen Tabletten-Ration den Kampf ansagen.