Fitnessexperte

Veronika Pfeffer, National Group Fitness Manager-Produkt & Innovation

Abnehmen leicht gemacht

Vermeide diese 10 Trainingsfehler

Ein paar Kilo weniger könnten nicht schaden? Mehr als jedem Zweiten geht es so. Das beste Mittel gegen überflüssige Pfunde ist Sport. Doch tappe nicht in die Falle der häufigsten Trainingsfehler – dann wird dir das Abnehmen leicht gemacht!

Die größten Hindernisse beim Muskelaufbau

Durchtrainierte Muskeln bauen selbst dann noch Fett ab, wenn du schon längst wieder auf dem Sofa sitzt. Das weißt du schon? Prima – das hier denn auch? Wie Nichtstun dich leistungsfähiger macht und warum weniger manchmal mehr ist, erfährst du in unseren Top Ten der häufigsten Trainingsfehler.

Nr. 10: Ständig ein neues Programm

Gleicht dein Trainingsplan einer Achterbahn? Frische Impulse sind grundsätzlich nicht verkehrt – es sei denn, du überforderst deinen Körper mit Workouts, die im Tages- oder Wochentakt wechseln. Gib den Muskeln Zeit, sich an ungewohnte Belastungen anzupassen. Hör auf deinen Körper: Er signalisiert dir, ob er bereit für etwas Neues ist.

Trainingsfehler

Nr. 9: Stretching wird geschlabbert

Dehnen? Ach ja, das war doch was …“ Selbst routinierte Sportler sparen sich mitunter das Stretchen. Dabei ist es nach dem Training besonders wichtig, sich lang zu machen. Dehnübungen bewahren deine Muskeln davor, sich zu verkürzen und beugen Schmerzen vor. Obendrein bleibst du beweglich und tust etwas für deine Koordination – übrigens auch für deine Faszien.

Nr. 8: Das Motto „Viel hilft viel“

Ist der Ehrgeiz stärker als die Muskeln? Dann wird es Zeit, den Höhenflug zu beenden. Egal ob beim Joggen, Gewichtestemmen, Fußball oder Pilates: Wer es mit dem Training übertreibt, riskiert Verletzungen und damit längere Auszeiten. Steig in jedes Workout langsam ein und steigere die Intensität sukzessive. Übrigens: Ein zu hartes Training ist zudem noch ein Motivationskiller.

Nr. 7: Kalte Schulter fürs Warm-up

Nach einem Kaltstart ist ein Motor nicht voll belastbar. Ganz ähnlich verhält es sich mit unserem Körper: Wärmst du dich vor dem Sport nicht auf, kann es leicht zu bösen Zerrungen und zu Gelenkverschleiß kommen. Deshalb ist das fehlende Warm-up eine der häufigsten Verletzungsursachen – und gehört mit in unsere Top Ten der größten Trainingsfehler.

Nr. 6: Die Vielfalt kommt zu kurz

Du hast ja Recht… Auf Platz Zehn haben wir dir noch geraten, deine Übungen nicht zu oft zu wechseln. Kein Grund, ins andere Extrem zu verfallen. Trainierst du immer dieselben Muskeln, wird das Ganze schnell eintönig. Auch die Intensität solltest du zwischendurch steigern. Sonst bewegen sich Fettverbrennung und Leistungsniveau nicht recht vom Fleck.

Dynamic Pilates

Nr. 5: Wir sitzen uns schlapp

Womit verbringen wir den Großteil des Tages? Mit Sitzen. Bei der Arbeit, im Auto, vor dem Fernseher. Dabei ist viel Bewegung – über den Tag verteilt – ebenso wichtig wie regelmäßiges Training. Also, schnapp dir das Rad, um zur Arbeit zu fahren. Ignorier den Lift und nimm die Treppe. Die Dinge, die unser Leben erleichtern, verbessern es nicht zwangsläufig.

Nr. 4: Kalorienreiches Essen

Du nimmst trotz intensivem Training nicht richtig ab? Das könnte daran liegen, dass du dich zu kalorienreich ernährst. Sobald es für dich normal ist, die Möhre in den Kräuterquark zu dippen statt die Nachos in die Käsesauce, liegst du genau richtig. Eine ausgewogene Mischkost, zu der viel Gemüse und Obst gehören, ist optimal. Hungern dagegen nicht: Eine gesunde Ernährung bietet dir die Energie, die du für dein Training brauchst. Und vergiss nicht, das Trinken auf deinen Ernährungsplan zu setzen: Gerade Sportler müssen viel Wasser und Ungesüßtes zu sich nehmen, zwischen zwei und drei Liter am Tag.

Trainingsfehler

Nr. 3: Schmerzen die Stirn bieten

Du quälst dich mit pochendem Knie und schmerzenden Muskeln auf den Trimm-dich-Pfad? Bleib um Himmels willen zu Hause! Oder geh im Verletzungsfall zum Arzt. Schmerzen deuten in aller Regel darauf hin, dass irgendetwas nicht stimmt. Auch ein starker Muskelkater sollte zunächst auskuriert werden, bevor du vorsichtig wieder in dein Sportprogramm startest.

Nr. 2: Keine Zeit zum Verschnaufen

Schmerzen sind nicht der einzige Grund für eine Pause. Vor allem Sportanfänger sollten zwischen ihren Trainingseinheiten eine Auszeit von ein bis zwei Tagen einlegen.

Wer etwa richtig Joggen lernen will, darf nach den ersten Runden getrost die Füße hochlegen… Eine der wichtigsten Regeln aus dem Lauftraining für Anfänger: Nur wenn du deinem Körper Zeit zur Regeneration und ihn ausreichend schlafen lässt, schützt du dich vor Verletzungen und steigerst deine Leistungen. Dein Körper repariert in der Zwischenzeit kleine Risse in Muskeln, Bändern und Sehnen, die durch intensives Joggen entstehen. Und das Beste ist: Aus der Pause gehst du stärker und belastbarer heraus als zuvor!

Nr. 1: Zu verbissen ins Training

Auf dem ersten Platz unserer Top Ten der häufigsten Trainingsfehler: Spaßfreies Ackern beim Sport. Schraube den Fun-Faktor nach oben und dafür die Trainingszeit etwas nach unten und du verbrennst mehr Kalorien! Klingt unglaublich, ist aber wahr. Das haben Wissenschaftler von der Uni Kopenhagen herausgefunden: Wer nicht übermäßig trainiert, das aber gern, der hat mehr Zeit und Lust auf einen aktiven Lebensstil, und verliert mehr Kalorien als diejenigen, die länger und verbissener Sport treiben. Abnehmen leicht gemacht: Schon mit einer halben Stunde Training und viel moderater Bewegung über den Tag verteilt sind Körper und Stimmung gleichermaßen top in Form.

Sport und Spaß gehören zusammen. Bleibt die Motivation auf der Strecke, versuch es also mal damit, dir kleinere Ziele zu setzen. Blocke dir Zeit im Kalender für sportliche Aktivitäten, die du richtig toll findest. Dann steht deinem Trainingserfolg nichts mehr im Weg!

Fitnessexpertin Veronika Pfeffer

Fitnessexpertin Veronika Pfeffer

Ich bin seit 2004 als National Group Fitness Manager bei Fitness First Germany für den Produkt- und Kursbereich zuständig und ständig auf der Suche nach neuen Trends. Ebenso bin ich seit mehr als 15 Jahren gefragte Referentin der Fitness- und Gesundheitsbranche. Fachlich stets auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft werde ich in erster Linie wegen meiner Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich und praxisorientiert zu vermitteln, von meinen Teilnehmern geschätzt.