Gastbeitrag

Sara, Head of Digital Marketing Fitness First

Allein unter Männern

Ein Triathlon Tagebuch Teil 2

“Tri-ath-lete: A person who doesn’t understand that one sport is hard enough.”

Mit diesem Lieblingszitat würde ich gerne in die zweite Runde meines Triathlon Tagebuchs „Allein unter Männern“ starten. Und gleich mal vorweg: ich weiß zwar jetzt, dass dieses Zitat verdammt nochmal stimmt, aber irgendwie komm ich jetzt aus der Nummer nicht mehr raus.

DAS SCHWIMMEN

Mut bedeutet, sich, ohne schwimmen zu können, zu einem Triathlon anzumelden.

Nicht falsch verstehen, ich kann schwimmen. Brustschwimmen, ähnlich langsam wie eine Blei-Ente eben von A nach B kommt. Erschreckte Gesichter schauen mich mit der Frage an: „Hast du das etwa nicht in der Schule gelernt?“ Nein, habe ich nicht!

Und so kam es, dass ich zusammen mit Martin und Dominik (schaut gerne in Teil 1, um mehr über die Jungs zu erfahren) einen Schwimmkurs besucht habe. Bereits im Oktober 2017 haben wir uns für „Kraulschwimmen für Anfänger – Erwachsenenkurs“ für Dezember und Januar angemeldet. Hätte ich mal lieber den für Kinder genommen, da hätte ich mich mit meinen Kenntnissen  vermutlich sehr viel wohler gefühlt. Aber so eine Anmeldung hat ihre Nebenwirkungen: noch nicht einmal im Wasser gewesen, aber gleich zwei Tage später habe ich mir einen Badeanzug, eine Schwimmbrille und Badehaube gekauft. Ich will ja vorbereitet sein… 

Triathlon Tagebuch Teil 2
Triathlon Tagebuch Teil 2

Wir Drei haben dann den Schwimmkurs im Dezember 2017 mit 8 weiteren Teilnehmern gestartet und Ende Januar 2018 zu dritt aufgehört. Das nenne ich mal eine Quote. Wobei, wenn das Martin liest, würde er das mit Sicherheit anders bewerten. Den allerletzten Kurs hat er allein bestritten und eine unbezahlbare Einzel-Schwimm-Trainings-Stunde erhalten. Bei mir und Dominik kam Ausrede Nr. 1 dazwischen – eine Erkältung.

Im Nachhinein habe ich mich geärgert, die Schwimmkurs-Option der Stadtwerke genutzt zu haben. Ich denke für Anfänger ohne Ambitionen ist das eine gute und kostengünstige Option. Aber mit dem Wissen im Nacken, in ein paar Monaten in einem See 1,5 km mit mehreren Hundert anderen Teilnehmern ums Überleben kämpfen zu müssen (die Theatralik gönn ich mir jetzt), braucht es dann doch noch eine andere Qualität an Trainer. 

Jetzt hole ich mir Tipps direkt von Uli Syring. Sie ist Group Fitness Koordinator bei Fitness First und ein absoluter Profi. Schaut einfach in Teil 4 meines Tagesbuchs rein, das am 5. Juni erscheint. Hier verrät Uli in einem Interview ihre besten „Profi“-Tipps.

Leider bin ich immer noch an dem Punkt, dass ich das Kraulen nicht wirklich beherrsche und ich mir überlegen muss, ob ich nicht doch lieber das Brustschwimmen optimiere, um überhaupt in den Genuss zu kommen auf das Rad springen zu können, weil ich vorher nicht untergegangen bin.  

Was erschwerend dazu kommt: ich bin bis vor ein paar Wochen nicht einmal im Freiwasser geschwommen. Der Pool in meinem Fitnessstudio, dem Fitness First Club Haidhausen, eignet sich hervorragend genau nach 25 Metern den Beckenrand zu nutzen, um durch zu schnaufen. Das geht in einem See bekanntermaßen nicht. Da es sich beim Schliersee zusätzlich genau genommen um einen Bergsee handelt, könnte das Wasser auch im Juli ziemlich kalt sein. Also benötige ich einen Neoprenanzug. Auch das noch. Wie ich dazu komme, welche Schwierigkeiten sich dabei ergeben (ich sag nur „an-  und ausziehen“) und was der ganze Spaß kostet, erzähl ich euch in einem weiteren Teil meines Tagebuches.

Ich halte Euch also auf dem Laufenden, wie sich meine Schwimm-Fortschritte (und die meiner Mitstreiter) so entwickeln.

Triathlon Tagebuch Teil 2
Triathlon Tagebuch Teil 2
Triathlon Tagebuch Teil 2

DAS RADFAHREN

Mut bedeutet, ohne jemals auf einem Rennrad gesessen zu sein, einen Triathlon bestreiten zu wollen.  

Ich liebe Radfahren, ich habe sogar schon zwei Alpenüberquerungen mit dem Trekking-Bike hinter mir (von München nach Venedig und das andere Mal von München zum Comer See). Viel zu schweres Gepäck und keinerlei Erfahrung aber mega viel Spaß und vor allem der Stolz im Nachhinein diese gesamte Strecke gemeistert zu haben, haben uns immer begleitet. Beim ersten Mal waren es 600km und 6.000 Höhenmeter in 9 Tagen, das bedeutet ich fühle mich grundsätzlich auf dem Rad und in den Bergen ziemlich wohl. Aber entweder auf einem vorne gefederten Trekking-Bike oder sogar einem Fully, das alles wegbügelt, was an Steinen oder Unebenheit so kommt.

Und es hat meine Befürchtung bestätigt – ein Rennrad ist nochmals eine ganz andere Nummer. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen nicht zu jammern. Aber mein Mountainbike und auch mein Trekkingrad sind eine Couch im Vergleich zum Rennrad.

Da ich kein Rennrad besessen habe, musste ich mir erstmal eins zulegen. Das war eine echt schwere Entscheidung. Mache ich weiter mit dem Triathlon, gefällt mir Rennradfahren und macht mir fahren auf dem Asphalt überhaupt Spaß? Puh, gute Fragen. Aber ohne die Antwort darauf zu kennen, habe ich den Schritt einfach gewagt. Zur Not sieht das Ding als Deko an der Wand ja auch ganz schick aus 🙂

Triathlon Tagebuch Teil 2
Triathlon Tagebuch Teil 2
Triathlon Tagebuch Teil 2

Wenn man sich mit dem Rennradfahren etwas beschäftigt, kommt man an der Fahrrad-Marke „Canyon“ einfach nicht vorbei. Dort gab es ein Bike, das runtergesetzt war, trotzdem die wichtigsten Features besitzt und einfach mega aussieht. Aber auch all meine Jungs haben sich für die Motivation was Neues gegönnt. Schaut mal, wie stolz sie sind… 

Jetzt musste erstmal ein neues Outfit her. Denn meine Trikots passen ja jetzt nicht mehr zur Farbe des Bikes 🙂 Und ich brauche eine (viiiiiiieeeeel stärker) gepolsterte Rennradhose, die aerodynamisch daher kommt und für mich besonders wichtig: ne coole Farbe hat. 

Doch dann hab ich mir sagen lassen, dass ich einen Triathlon-Anzug für das Rennen benötige. Der ist dann viel weniger gepolstert, damit sich das Polster im Wasser nicht komplett vollsaugt und beim Laufen nicht allzu sehr reibt! Wie jetzt? Ich habe in der Wechselzone keine Zeit mich ordentlich umzuziehen? Dieser Triathlon macht mich fertig 🙂

Erst zu diesem Zeitpunkt, hab ich mich erst mit der vierten Disziplin auseinander gesetzt: die Wechselzone (Aber mehr dazu dann in einem der nächsten Teile des Tagebuchs). Also war die Outfitfrage, zumindest im Hinblick auf die Farbe, erstmal zweitrangig 🙁

DAS LAUFEN

Mut bedeutet, mit nicht ganz funktionstüchtiger Lunge 10 km unter einer Stunde laufen zu wollen.

Das Thema mit der Lunge ist eine lange Geschichte und würde den Rahmen sprengen. Aber Fakt ist, die Geräusche, die ich beim Atmen während des Laufens von mir gebe, sind nicht zu überhören und mein Puls schießt innerhalb von 200 Metern und einer Pace von 8 sofort auf 170bpm. Und bleibt da erstmal. Wem das jetzt nichts sagt: das ist verdammt langsam und ein verdammt hoher Puls. Zumindest für das Ziel Olympische Distanz.

Gut, ich habe in der Vergangenheit vermutlich immer falsch trainiert. Der typische Fehler, den Laufanfänger und auch Fortgeschrittene immer wieder tun: zu schnell und zu hoher Puls. Die Grundlagenausdauer ist im Keller und der aerobe Bereich so gut wie gar nicht trainiert. Zumindest sagt mir das meine schlaue Garmin Forerunner 735XT und mahnt mich nach jedem Lauf erstmal für 3 Tage Erholungszeit einzuplanen. Hallo? Und mein Trainingsplan? Das haut doch hinten und vorne nicht hin, wenn ich jedes Mal 3 Tage aussetzen muss.

Triathlon Tagebuch Teil 2

Also habe ich versucht meine Grundlagenausdauer aufzubauen und wollte nicht über 140bpm Puls kommen und habe daher meine Geschwindigkeit meinem Pulsbereich angepasst. Meine Motivation war so dermaßen im Keller. Rentner im stolzen Alter von 80 Jahren haben mich in einer Leichtigkeit überholt. Aber half ja alles nichts, da musste ich erstmal durch. Der Spaßfaktor blieb erstmal auf der Strecke. Die einzige Motivation waren meine tolle Laufstrecke direkt an der Isar oder im Perlacher Forst in München und eine richtig geniale Playlist.

Wenn es euch ähnlich geht: es wird besser! Es dauert, aber es wird.

Problem ist nur, ich habe gefühlt keine Zeit mehr bis zum 22. Juli…

Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich bis zum nächsten Mal. Am 30.05. erscheint mein Erfahrungsbericht zu unserem ersten „Test-Triathlon“, den Dominik und ich letzte Woche in Oberschleißheim absolviert haben… Ich sag schon mal so viel… Es wird heiter bis wolkig 🙂

Und dran denken: meinen aktuellen Trainingsstand und den aller #Mutcamp Teilnehmer könnt ihr jederzeit hier: Instagram #Mutcamp  verfolgen.

Trotz Saras Marketing Bürojobs gehört sporteln einfach dazu – oder gerade deshalb. Besonders Kurse wie freestyle, deepWORK® oder bodyART® haben es ihr angetan. Außer am Wochenende: Dann findet man das Münchner Kindl meistens in den Bergen beim Mountainbiken oder Bergsteigen. Und ab und zu erscheint hier eine weitere kleine Leidenschaft – das Schreiben über das, was Spaß macht.

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