Gastbeitrag

Robin Pratap, ASANAYOGA

Starte mit Yoga in deinen Tag

6 einfache Übungen

Die meisten Yogis praktizieren Yoga am Abend. Da wird nach einem anstrengenden Tag Körper und Seele gelockert. Aber es geht auch anders: Yoga am Morgen gibt dir richtig POWER!

Dabei ist es gar nicht notwendig, eine ausführliche und schweißtreibende Session zu absolvieren – ein paar Minuten sanfte Asanas genügen vollkommen! Ich habe dir daher ein paar gezielte Übungen zusammengestellt, die eine perfekte Good Morning Yoga Kombination sind, um deinen Körper allmählich aufzuwecken und deine Energien fließen zu lassen.

 

starte mit Yoga in den Tag und trotze der Frühjahrsmuedigkeit

Wenn du noch gar nichts mit Yoga anfangen kannst, dann schaue doch mal in diesen Guide für Yoga Anfänger .

Wichtig ist bei allen Übungen eine entspannte, gleichmäßige und tiefe Atmung im Einklang mit den Bewegungen. Teste es einfach mal aus! Ich garantiere dir eine erstaunliche Erfrischung für Körper und dein Geist und ein ganz neues Gefühl für einen energetischen Start in den Tag!

Los geht’s mit der 6-stufigen Good Morning Yoga-Kombination:

Der Baum (Vrksasana)


Diese stehende Yoga-Pose hilft dir deinen Gleichgewichtssinn zu verbessern und deine Beinmuskulatur zu stärken.

 

Stell dich zunächst stabil und aufrecht hin. Spanne dann Bein- und Bauchmuskulatur leicht an und leg die Hände in die Hüften oder streck sie nach außen weg. Verleg dein Gewicht auf deinen rechten Fuß, zieh deinen linken Fuß nach oben und lehn die Fußsohle flach an deinen rechten Oberschenkel knapp über den Knie. Wenn du Schwierigkeiten mit der Balance hast, kannst du den Fuß auch an die Wade setzen. Die Hände legst du auf Brusthöhe aneinander oder streckst sie gerade über deinen Kopf. Halte die Position etwa eine Minute, dann wechselst du die Seite.

 

Der Krieger (Virabhadrasana 1)

Die nächste stehende Asana, der Krieger, trainiert deine körperliche und geistige Stärke, verbessert die Konzentration und den Gleichgewichtssinn. Sie streckt deinen Rücken und deinen Unterkörper. Stell dich zunächst gerade hin, dann trittst du mit dem linken Fuß ca. 1 Meter zurück. Den linken Fuß drehst du im 45 bis 60°-Winkel nach links, die Zehenspitzen des rechten Fußes zeigen nach vorne. Beug das vordere Knie so weit, bis es sich direkt über dem Knöchel befindet. Heb die Arme gerade nach oben und streck die Fingerspitzen Richtung Decke. Dein Blick schaut entspannt nach vorne. 30 bis 60 Sekunden bleibst du in dieser Haltung, dann wechselst du die Seite. Achja: Nicht vergessen, gleichmäßig und entspannt zu atmen!

 

Der Krieger 2 (Virabhadrasana 2)

Die zweite Krieger-Asana stärkt vor allem deine Arme und Knöchel, verbessert aber genauso deine Balance und deine Ausdauerfähigkeit. Und sie wirkt positiv auf deine Atmung, da der Fokus auch auf dem Brustkorb und Schultern liegt. Genau wie beim Krieger 1 stehst du aufrecht, das vordere Knie ist genau oberhalb des Knöchels platziert, dein hinterer Fuß ist um 90° gedreht. Nun hebst du beide Arme zur Seite, parallel zum Boden. Die Handflächen sind geöffnet und zeigen zum Boden. Deine Schultern bleiben dabei unten und dein Blick zeigt nach vorne. Nach 30 bis Sekunden kurz aufrichten und die Fußpositionen wechseln.

Die Katze (Marjaryasana) und Kuh (Bitilasana)


Nun geht es in die kniende Haltung. Um deinen Rücken angenehm zu dehnen und zu strecken, ist die Katze-Kuh-Kombination perfekt (auf dem Bild siehst du die Yoga Katze).

Geh auf alle Viere, wobei du darauf achtest, Hände (Fingerspitzen nach vorne zeigend) und Knie auf einer Höhe zu halten. Beim nächsten Ausatmen ziehst du den Bauch ein und streckst deinen Rücken nach oben Richtung Decke, dein Kinn wandert dabei Richtung Brust (Katzen-Haltung). Dann machst du die Gegenbewegung: Beim Einatmen drückst du den Rücken nach unten, dein Blick wandert nach oben. Diese wechselnden Bewegungen machst du am besten ein oder zwei Minuten lang. Alles locker und entspannt.

Die Kobra (Bhujangasana)

Die Liegeübung Bhujangasana gehört zu den zwölf Basic-Asanas des Hatha Yoga. Du stärkst mit dieser Haltung vornehmlich deine obere Rückenmuskulatur und trainierst die Flexibilität deiner unteren Wirbelsäule. Zudem verbessert die Kobra deine Verdauung und mindert Stress.

 

Leg dich flach auf den Bauch, deine Stirn und deine Fußsohlen liegen auf der Matte auf. Setz deine Hände flach direkt neben deinem Brustkorb auf. Nun hebst du den Kopf, dann langsam – Wirbel für Wirbel – richtest du deinen Oberkörper auf, bis deine Arme gestreckt sind. Bleibe etwa eine Minute in der Haltung, während du langsam ein- und ausatmest, dann beweg deinen Körper wieder langsam in die Liegeposition. Diese Übung kannst du auch perfekt mit der folgenden Yoga Haltung kombinieren.

 

Herabschauender Hund (Adho Mukha Svanasana)

Bei dieser erfrischenden Stretch-Übung machen wir den Hund! Sie ist als letzte der Serie ein toller Abschluss, um dich am Ende voll mit Power in den Tag zu entlassen. Der Hund ist gut gegen Verspannungen, er stimuliert dein Nervensystem und verbessert Blutzirkulation sowie Atmung.

Aus der knienden Haltung positionierst du deine Beine in Hüftbreite und legst deine Handflächen mit den Fingerspitzen nach vorne zeigend vor dir auf die Matte auf, direkt unter die Schultern. Löse deine Knie von der Matte und streck deine Beine langsam durch, bis dein Gesäß Richtung Decke zeigt. Deine Wirbelsäule bildet inklusive Kopf eine gerade Linie, deine Fersen streckst du Richtung Boden, deine Finger sind gespreizt und in die Matte gedrückt. Diese Asana kannst du 30 bis 60 Sekunden halten und dann gegebenenfalls wiederholen.

Worauf wartest du?

10-15 Minuten Strecken, Dehnen und ein tiefes, konzentriertes Atmen am frühen Morgen –  es gibt meiner Erfahrungen nach keine bessere Möglichkeit, um Körper, Geist und Seele auf ruhige und sanfte Weise auf den anstehenden Tag vorzubereiten. Und: Es erhöht die Konzentrationsfähigkeit, aber probiere es morgen früh einfach mal selbst aus.

Ich wünsche dir auf jeden Fall einen großartigen Start in den Tag – und zwar jeden Morgen!

Robin Pratap

Robin ist Gründer von ASANAYOGA und schreibt regelmäßig über Themen, welche die Yoga Community bewegen. Sein Ziel ist es mit ASANAYOGA eine innovative Plattform für Yoga Zubehör, Yogareisen und Yoga Videos zum gestalten. Ab sofort teilt Robin auch für dich im Fitness First Blog seine Erfahrungen und schreibt als Gastblogger.

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