Gastbeitrag

Robin Pratap, ASANAYOGA

Welcher Yogastil passt zu mir?

Kraftvoll oder entspannend, Power oder Meditation? Es gibt unzählige Yogastile, die in den Schulen und von den Yogalehrern dieser Welt angeboten werden. Bevor du in Anbetracht der Programmauswahl den Kopf verlierst, geben wir dir hier eine kleine Entscheidungshilfe zum Start und umreißen kurz einige der wichtigsten Yogaarten – passend zu deinem Typ. Na dann los!

Foto © Squaredpixels

1. Der Power-Typ

Kraft, Dynamik und Ausdauer: Ashtanga Yoga wird deinen Körper, dein Geist und deine Fitness fordern. Die Übungen erfolgen in schneller Abfolge und erfordern hohe Konzentration. So bringst du dein Herz-Kreislauf-System garantiert in Schwung! Dein Körper gewinnt an Stärke und Flexibilität, du wirst innerlich ruhiger und sicherer. Wichtige Elemente sind zudem eine kontrollierte Atmung sowie entspannende Meditations-Sessions.

Willst du noch eine Stufe obendrauf setzen und deine Kondition optimieren? Dann probiere Power Yoga aus! Dein Körper wird hier bis an seine Grenzen gefordert. Angelehnt an die Übungen aus dem Ashtanga Yoga, sind die Stunden weitaus bewegungsintensiver (wobei die Intensität letztendlich jeder selbst bestimmen kann). Du wirst dich am Ende der Stunden leichter und gelassener fühlen, emotional gefestigter und konzentrierter.

Noch spezieller ist Bikram- bzw. Hot Yoga. Hier praktizierst du die Übungen in einem 40° heißen Raum. Das schont die Muskeln und macht sie flexibler – und bringt dich gehörig ins Schwitzen!

2. Der Energiehungrige

Übersetzt bedeutet „Hatha so viel wie „kraftvoll“ – eine Hatha Yoga Stunde ist geprägt von eher langsamen und bewusst ausgeführten Übungen, die deinen Körper fordern und gleichzeitig entspannen, Energie freisetzen und Muskeln stärken. Die Stunden können sehr variabel gestaltet sein, sie unterscheiden sich vor allem durch den Yogalehrer und die Voraussetzungen, die die Schüler mitbringen.

Etwas intensiver und anstrengender ist Vinyasa Yoga: Die Übungen sind sehr dynamisch und sehr dehnungsintensiv, sie fließen ineinander und sind zum Teil sehr komplex. Körper, Geist und Atem stehen hier in perfekter Harmonie. Schöne Effekte: Die Yogastunden machen dich ausgeglichener und wach im Geist. Sie sind sehr abwechslungsreich und beanspruchen damit deinen ganzen Körper.

3. Der Feierabend-Relaxing-Typ

Der berühmte indische Guru B.K.S. Iyengar hat einen Yogastil entwickelt, der perfekt ausgerichtete Yogahaltungen mit speziellen Atemtechniken so verbindet, dass sich die Haltung deines Körpers verbessert und er stärker und flexibler wird. Du wirst auch eine bessere innere Balance entwickeln, mehr Energie, Gelassenheit und Ruhe gewinnen.

Meditation, Musik und spirituelle Elemente spielen im Jivamukti Yoga eine essentielle Rolle. Oft werden sogar alte indische Texte gesungen und hochkonzentriert meditiert. Das schärft den Geist, stärkt Herz und Seele. Dazu gehört auch ein spezieller Lebensstil,  der Gewalt strikt ablehnt.

4. Der Gesundheitsverbesserer

Yin und Yang kennst du sicherlich: Die beiden voneinander abhängigen und doch so unterschiedlichen Kräfte der Ruhe und Statik sowie der stetigen Veränderung. Das Yin Yoga widmet sich dem entspannenden Part: Die Haltungen, die du hier übst, sind sehr intensiv und ruhig, dafür weniger aktiv und muskelbeanspruchend. Damit stärkst du nachhaltig deine Bänder, Gewebe und Knochen sowie die tiefer liegenden Schichten deines Körpers. Du löst Verspannungen und Blockaden, stärkst deinen Rücken und entspannst deinen Geist.

Ganz andere Wege als die in unseren westlichen Gefilden üblichen geht Viniyoga: Normalerweise zeigt ein Yogalehrer die Übungen, während die Schüler sie wiederholen. Dieser Stil indes geht vom Individuum aus, von unterschiedlichen körperlichen, geistigen und seelischen Zuständen, Lebensumständen, Fitnessgraden und Gesundheitszustand. Jede Bewegung wird also auf den einzelnen abgestimmt. Ziel ist es, durch spezielle Übungen ganz gezielt die Gesundheit des einzelnen zu verbessern und seine Leiden zu heilen. Ein sehr persönliches, therapeutisches und wirkungsvolles Yoga.

Robin ist Gründer von ASANAYOGA und schreibt regelmäßig über Themen, welche die Yoga Community bewegen. Sein Ziel ist es mit ASANAYOGA eine innovative Plattform für Yoga Zubehör, Yogareisen und Yoga Videos zum gestalten. Ab sofort teilt Robin auch für dich im Fitness First Blog seine Erfahrungen und schreibt als Gastblogger.

Autor

Gastblogger

Gastblogger

Lass dich von unseren Gastbloggern inspirieren. Ob Isa und Laura von Run Munich Run, Anne von Asanayoga, Jil Hagen oder unsere eigenen Mitarbeiter hier bei Fitness First: Sie alle teilen hier mit dir ihre Erkenntnisse und Erlebnisse rund um Training, gesundes Essen und Lifestyle. Voller Leidenschaft und definitiv #mehralsfit!