Gastbeitrag

Verena Yimen, Social Media Specialist

Zero Waste

So funktioniert verpackungsfreies Einkaufen

Der verpackungsfreie Supermarkt liegt voll im Trend, denn immer mehr Menschen wollen einkaufen ohne Verpackung. Warum das so ist, wie es funktioniert und was es mit dem Zero Waste-Lebensstil auf sich hat, erfährst du hier.

Warum Zero Waste?

Zero Waste bedeutet „Null Müll“ und genau das ist es, was die Anhänger dieser Bewegung möchten: keinen (weiteren) Müll produzieren. Denn jeder Mensch in Deutschland wirft im Durchschnitt etwa 450 kg Haushaltsmüll im Jahr weg – das ist mehr als ein Kilo am Tag! Selbst wenn der Müll dabei getrennt wird, kann nur ein geringer Anteil davon wirklich recycelt werden – und das unter hohem Energieaufwand. Der andere Teil wird verbrannt und die Umwelt leidet extrem.

Das größte Umweltproblem unserer Zeit ist Plastik. Es ist vielseitig, leicht und praktisch. Darauf zu verzichten ist nicht einfach, doch es geht: Die Zero Waste-Bewegung macht es vor und befreit sich von unnützen Ballast, verwendet Benutztes wieder und ersetzt Plastik durch nachhaltige Materialien. Auch die stetig wachsende Zahl von verpackungsfreien Läden, die in den vergangenen Jahren in Deutschland entstanden sind, spiegeln den neuen Lebensstil wieder. Auch ein Blick in Instagram & Co zeigt, dass immer mehr Menschen, Wert auf Nachhaltigkeit legen. Mit fast 800.000 Beiträgen ist der #zerowaste inzwischen extrem stark – Tendenz steigend.

Verpackungsfrei einkaufen? So geht’s!

Denkt man ans Einkaufen von Lebensmitteln, kommt einem schlagartig viel Verpackungsmüll in den Sinn: Seien es die unzähligen Tüten für Obst und Gemüse, die Plastikverpackungen von Milch- und Fleischprodukten, Becher oder Kartons, die einmal benutzt und dann weggeworfen werden. Aus Zero Waste-Sicht natürlich absolut fatal. Möchte man hier auf Verpackungen verzichten, klingt das noch einigermaßen machbar: Gemüse und Obst kann man lose kaufen und in mitgebrachte Stofftüten transportieren. Bei Lebensmitteln wie Nudeln oder Reis, gestaltet sich der verpackungsfreie Einkauf schon schwieriger. Und wenn es um Hygieneartikel oder Wasch- und Putzmittel geht, dann scheint das ganze Unterfangen zu scheitern.

Zero Waste

Wer beim Einkaufen Müll vermeiden will, für den gilt: Mehrweg statt Einweg und Glas statt Plastik. Milch, Joghurt und Sahne bekommst du beispielsweise in fast allen größeren Supermärkten in Mehrwegglasflaschen. An manchen Frischetheken im Supermarkt kannst du dir Wurst, Käse, Antipasti oder Aufstrich in die mitgebrachte Dose packen lassen – ohne dass Verpackungsmüll entsteht.

Ein verpackungsfreier Supermarkt kommt ohne Einwegverpackungen aus. Diese Läden bieten alle Waren „offen“ oder in wiederverwendbaren (Pfand-)behältern an. Kunden können sich die benötigte Menge selbst abfüllen oder einpacken und auf diese Weise plastikfrei einkaufen. In vielen Großstädten wie Berlin, München, Hamburg und Leipzig gibt es bereits einige Läden fürs Einkaufen ohne Verpackung. Einer der ersten verpackungsfreien Supermärkte Deutschlands: Original Unverpackt in Berlin.

Nachhaltiges Einkaufen liegt voll im Trend

Verfechter des Zero Waste-Lebensstils schreckt die erhöhte Organisation und Flexibilität beim Einkaufen ohne Verpackung nicht ab. Im Gegenteil: Die meisten Menschen sind sehr interessiert an Nachhaltigkeit und möchten, dass die von ihnen gekauften Produkte umweltverträglich sind. Diese Aussage deckt sich auch mit den Entwicklungen seit der Einführung der Bezahlpflicht für Plastiktüten im Frühjahr 2016: Viele Menschen denken inzwischen um und bringen ihre eigenen Stoffbeutel mit zum Einkauf. Und es wirkt: Es wurde 2016 laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) ein Drittel weniger Kunststofftragetaschen ausgegeben als noch im Jahr zuvor.

Zero Waste

Routine: Plastikmüll vermeiden

Wenn du in deiner Stadt nicht die Möglichkeit hast, nachhaltig oder verpackungsfrei einzukaufen, kannst du trotzdem etwas für die Umwelt tun. Frag dich einfach immer wieder: Wie kann ich Plastikmüll vermeiden? Auch kleine Schritte können eine große Wirkung erzielen. So hilft es schon, wenn du eine eigene Tragetasche zum Einkaufen mitnimmst. Oder aber darauf achtest, die Äpfel lose zu kaufen, anstatt eingeschweißt in einem Zehnerpack. Dass du dann natürlich auch auf die Plastiktüten, die überall in den Obst- und Gemüseabteilungen zur Verfügung stehen, verzichten solltest, versteht sich von selbst. Dadurch schonst du nicht nur die Umwelt, du musst auch deutlich seltener den Müll rausbringen.

Und welche Erfahrungen hast du mit Zero Waste gemacht? Lebst du vielleicht sogar schon nachhaltig oder hast es künftig vor? Wir freuen uns auf deine Kommentare und Tipps.

Wir geben mehr. #mehralsfit

Hallo liebe Fitness-Community! Mein Name ist Verena und ich bin bei Fitness First für die Social Media Kommunikation der Regionen Süd und Mitte zuständig. Früher ging ich einer großen sportlichen Leidenschaft nach und zwar dem Ballett. Heute findet man mich hingegen in den Kursräumen unserer Fitness First Clubs. Ich teste sehr gerne alle denkbaren Kursformate aus und lasse mich für neue Trends begeistern.

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